Wirtschaftskammer fordert Wien-weite Befragung über Fernbusterminal

Wien (APA) - Die Wiener Wirtschaftskammer fordert eine Wien-weite Befragung über den Standort für den neuen Fernbusterminal. Das sagte Davor Sertic, Obmann der Sparte Transport und Verkehr, im Gespräch mit der APA. Vonseiten des Bürgermeisters Michael Ludwig (SPÖ), der sich kürzlich gegen den von der Kammer präferierten Standort am Verteilerkreis ausgesprochen hat, fehlen Sertic Alternativvorschläge.

"Ich mache mich mit dem Thema nicht beliebt", erkannte Sertic. Obwohl neben Favoritens Bezirksvorsteher Marcus Franz (SPÖ) mittlerweile auch Ludwig den Standort am Verteilerkreis ablehnt, plädiert Sertic nach wie vor dafür, den Busbahnhof dort zu errichten. "Der Standort am Verteilerkreis bleibt für mich noch immer Favorit", sagte Sertic.

Wo der neue Fernbusterminal gebaut werden soll, sollte nicht nur der Bezirk, sondern alle Wiener entscheiden dürfen, befand Sertic. "Wir fordern eine Wien-weite Befragung, dann wird auch der Druck erhöht, dass gebaut werden muss", sagte er. Er kritisierte, dass Ludwig keine Alternativen vorgeschlagen habe. "Das heißt, kein Fernbusterminal für Wien? Das geht gar nicht", so Sertic. Der derzeitige Busbahnhof in Erdberg und die im Gespräch befindlichen Waldmanngründe beim Hauptbahnhof seien Standorte, "wo wir den Verkehr wieder in die Stadt holen", kritisierte er. Außerdem gebe es dort nicht ausreichend Platz.

Auch in Bezug auf die geplante Mehrzweckhalle macht die Wirtschaftskammer Druck. "Wir fordern eine Stelle, um noch mehr und größere Events nach Wien zu bringen", sagte Markus Grießler, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Wien. Die Stadthalle sei "an die Grenzen ihrer Lebensdauer gekommen", befand Grießler. "Sie hat ihre Berechtigung, aber für den Highend-Bereich gehört investiert", forderte er. Die Wirtschaftskammer wünscht sich eine Eventhalle, die 18.000 bis 20.000 Zuschauer fasst. Unter den diskutierten Standorten spreche aus seiner Sicht am meisten für St. Marx, wo auch die bestehende Infrastruktur genutzt werden könne.

Auch die langjährige Forderung der Wirtschaftskammer nach einer Seilbahn auf den Kahlenberg bekräftigte Grießler. "Das wäre eine sehr elegante Möglichkeit, um die Touristenströme aus der Stadt rauszubringen." Er sei auch im Gespräch mit dem Wiener Skiverband, um den Wintersport am Kahlenberg zu etablieren. Die SPÖ, die dem Seilbahn-Projekt am Parteitag im vergangenen Jahr eine Absage erteilte, solle diesen Beschluss überdenken, forderte Grießler.

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