Wirtschaft sieht Trumps Wirtschaftspolitik skeptisch - Umfrage

Berlin (APA/Reuters) - Ein Jahr nach der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump beurteilen die Mitglieder der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (AmCham Germany) die Wirtschafts- und Handelspolitik der USA skeptisch. In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage unter den AmCham-Verwaltungsräten sagten knapp 70 Prozent, heute sei die Verunsicherung größer als vor einem Jahr.

Gefragt, ob die Wirtschaftspolitik Trumps mittel- bis langfristig zu mehr Arbeitsplätzen und Wirtschaftswachstum führen werde, antworteten 44 Prozent mit "Nein". Knapp ein Drittel kann die Auswirkungen noch nicht beurteilen. Positiver sehen die Befragten die Senkung der US-Unternehmensteuer: Fast zwei Drittel gehen hier von Vorteilen für ihr Unternehmen aus.

Zur Frage, wie sich die "America First"-Politik der US-Regierung auf ihre transatlantischen und globalen Geschäftsmodelle auswirken wird, wagen 61 Prozent der Befragten noch kein Urteil. Insgesamt hat der US-Markt der Umfrage zufolge seine Attraktivität seit Beginn der Trump-Administration jedoch gehalten (48 Prozent) oder sogar an Attraktivität gewonnen (36 Prozent).

AmCham-Germany-Präsident Bernhard Mattes erklärte, die Wirtschaft warte noch auf wichtige Signale aus Washington. "Von der Trump-Administration fordern wir deshalb eine klare Wirtschafts- und Handelspolitik, die verlässliche Rahmenbedingungen schafft und auf transatlantischer Zusammenarbeit beruht."

An der Blitzumfrage im Dezember nahmen 26 Mitglieder des AmCham-Verwaltungsrats teil. Sie vertreten deutsche, amerikanische und weitere internationale Spitzenunternehmen.

Frankfurt (APA/dpa) - Kunden des AUA-Mutterkonzerns Lufthansa drohen die ersten Streiks seit Frühjahr vergangenen Jahres. Im Tarifkonflikt um die rund 1.000 Flugbegleiter bei der Billigtochter Eurowings sind die Fronten so verhärtet, dass die Gewerkschaft Verdi Verhandlungen absagt und sich für Streiks rüstet.
 

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Verdi droht mit Streiks bei Eurowings - "Jederzeit denkbar"

Peking (APA/Reuters) - In die Bemühungen um ein Ende des Handelsstreits zwischen China und den USA kommt wieder Bewegung. Die Führung in Peking lieferte US-Regierungskreisen zufolge eine schriftliche Antwort auf die Forderung nach weitreichenden Änderungen in der Handelspolitik.
 

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Wieder Bewegung im Handelsstreit zwischen China und USA

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) und andere war heute, Donnerstag, am 64. Tag des Verfahrens, wieder die Causa Buwog und Linzer Terminal Tower dran. Für Protokollberichtigungsanträge der Verteidiger zu diesen Themen mussten alle Angeklagten dieser Causa, also auch Grasser, wieder vor Gericht erscheinen.
 

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Grasser-Prozess - Protokolle: Vom "Zahlenhecht" zum "Zahlenknecht"