Wirtschaft plädiert für mehr Privat- und Firmenpensionen

Wien (APA) - Lobbying für einen höheren Anteil von Firmen- und Privatpensionen in Österreich haben am Mittwoch der deutsche Finanzwissenschafter Aloys Prinz, Tobias Thomas von EcoAustria und Gerald Loacker von den NEOS betrieben. In einer gemeinsamen Pressekonferenz bewarben sie dies als Beitrag zu mehr Wohlstand im Alter. Kritische Anmerkungen dazu kamen von Josef Wöss von der Arbeiterkammer.

Anlass war der dritte "Institutionelle Altersvorsorge- und Investorengipfel", der noch bis morgen, Donnerstag, in Wien stattfindet. Der industrienahe Wirtschaftsforscher Thomas warnte angesichts des demografischen Wandels vor sinkenden Ersatzraten und einem Rückgang der monatlichen gesetzlichen Durchschnittspensionen um 190 Euro bis zum Jahr 2040. Dennoch sei der Anteil betrieblicher und privater Vorsorge in Österreich noch unterentwickelt.

Prinz, Finanzwissenschafter an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, erinnerte an die große Reform in Deutschland Anfang der 2000er-Jahre, die zu einem starken Anwachsen der betrieblichen Säule geführt habe. 2017 gab es nun das Betriebsrentenstärkungsgesetz, wodurch einbezogene Personenkreise Richtung niedriger Einkommen stark erweitert worden seien. Es handle sich um ein Sozialpartnerschaftsmodell, das auf den Tarifverträgen basiere, hob er lobend hervor.

Loacker kritisierte die Lage in Österreich. "Alles, was auf einem Bein steht, ist wackelig", sagt er, die Altersversorgung in Österreich sei viel zu stark auf die staatliche Säule angewiesen. Er nannte die Niederlande und auch Schweden als Vorbild, wo auch in der ersten Säule der Pension ein Teil kapitalgedeckt sei.

Wöss hingegen betonte die Sicht der Arbeiterkammer, wonach man gut beraten sei, sich weiterhin auf die gesetzliche Pension zu stützen. Diese sei die kostengünstigste Variante und biete die Möglichkeit für den erforderlichen sozialen Ausgleich. Die Altersarmut in Österreich sinke im Gegensatz zu Deutschland. Betriebspensionen begrüße man zwar als Arbeitnehmervertreter: "Man soll sich nur nicht zu viel erwarten."

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker

Brüssel (APA) - Unter österreichischem EU-Vorsitz zeichnet sich keine Einigung der EU-Staaten mehr über die geplante Aufstockung der EU-Grenzschutzagentur Frontex bis 2020 auf 10.000 Mann ab. Der EU-Vorsitz sieht dem Vernehmen nach für Dezember keine formale Einigung der EU-Innenminister mehr vor.
 

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Keine Einigung für Frontex-Aufstockung unter Österreichs EU-Vorsitz