Wirtschaft boomt - Bank-Austria-Indikator steigt auf Zehn-Jahreshoch

Wien (APA) - Österreichs Wirtschaft ist nach einem starken ersten Halbjahr auch im September gewachsen. Der Konjunkturindikator der Bank Austria stieg auf 3,8 Punkte, den höchsten Wert seit zehn Jahren. Im August waren es noch 3,4 Punkte. In den kommenden Monaten soll es weiter bergaufgehen. Der Wirtschaftsboom macht sich auch am Arbeitsmarkt bemerkbar.

"Im September zeigen alle Komponenten des UniCredit Bank Austria Konjunkturindikators gegenüber dem Vormonat zumindest eine geringfügige Verbesserung. Im Dienstleistungssektor und am Bau herrscht weiter Hochstimmung und der anhaltend kräftige Aufschwung im globalen Handel sorgt für beste Stimmung in der heimischen Industrie", meint Bank-Austria-Chefökonom Stefan Bruckbauer am Montag.

Das Wirtschaftswachstum werde 2017 erstmals seit zehn Jahren die Marke von drei Prozent knacken. "Mit 2,1 Prozent wird die österreichische Wirtschaft aber auch 2018 kräftig wachsen. Das zweite Jahr in Folge wird der BIP-Anstieg über jenem des Euroraums oder Deutschlands liegen", meint Bank-Austria-Ökonom Walter Pudschedl.

Zum Vergleich: Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) rechnet für heuer mit einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2,8 Prozent, das Institut für Höhere Studien (IHS) mit 2,6 Prozent. Für 2018 rechnet das Wifo mit ebenfalls 2,8 Prozent und das IHS mit 2,1 Prozent realem BIP-Zuwachs.

Nach einer Einschätzung der Ökonomen der UniCredit Bank Austria hat der private Konsum nach dem starken Impuls durch die Steuerreform 2016 dank der spürbaren Entspannung am Arbeitsmarkt auf einen moderateren, aber stabilen Wachstumspfad gefunden. So werde 2017 die Arbeitslosenquote erstmals seit 2011 auf durchschnittlich 8,6 Prozent sinken. Der positive Trend solle auch im Jahr 2018 weiter anhalten - wenn auch etwas vermindert. Die Arbeitslosenquote werde auf 8,4 Prozent zurückgehen.

Die Inflation hat sich nach dem ölpreisbedingten Aufwärtstrend zu Jahresbeginn bei rund 2 Prozent stabilisiert. Im Jahresdurchschnitt 2017 wird die Teuerung voraussichtlich ebenfalls 2 Prozent betragen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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