"Winnetou" bleibt eine eingetragene Marke

Der Karl-May-Verlag kann seine Marke "Winnetou" vorerst behalten. Mit einem am Freitag verkündeten Urteil hob das erstinstanzliche Gericht der Europäischen Union (EuG) in Luxemburg die Löschung der Marke auf. Danach soll das EU-Markenamt prüfen, ob "Winnetou" tatsächlich nur ein anderes Wort für "Indianerhäuptling" ist, wie das EU-Markenamt annahm.

Der Bamberger Verlag hatte sich 2003 "Winnetou" als EU-weite Marke eintragen lassen. Die Münchner Gesellschaft Constantin Film, die derzeit "Winnetou" für den Privatsender RTL neu verfilmt, hatte die Löschung der Marke beantragt.
Das EU-Markenamt gab dem 2013 weitgehend statt. Es stützte sich dabei im Wesentlichen auf Entscheidungen deutscher Gerichte, wonach "Winnetou" zu einem allgemeinen Begriff für einen Indianerhäuptling geworden sei. Ein rein beschreibendes Wort sei aber nicht markenfähig, so das EU-Markenamt.
Der Karl-May-Verlag klagte gegen die Löschung und hatte nun vor dem EuG Erfolg. Das EU-Markenamt hätte sich nicht allein auf die Einschätzung deutscher Gerichte stützen dürfen, erklärten die Luxemburger Richter zur Begründung. Vielmehr hätte es die sogenannte Unterscheidungskraft der Marke "Winnetou" eigenständig prüfen müssen. So aber habe das EU-Markenamt gegen die "Grundsätze der Autonomie und Unabhängigkeit" des EU-Markenrechts verstoßen.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

Newsticker

Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

Newsticker

Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

Newsticker

Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma