Windenergie-Ausbau in der EU 2017 auf Rekordhoch

Wien (APA) - Der Windkraftausbau hat in der EU im Vorjahr einen neuen Rekord erreicht: Die installierte Leistung stieg um rund 16.000 Megawatt (MW). Insgesamt waren in den 28 EU-Ländern Windräder mit einer Gesamtleistung von knapp 170.000 MW installiert, teilte die IG Windkraft am Mittwoch mit. Damit konnten rund 12 Prozent des Stromverbrauchs gedeckt werden.

Auf erneuerbare Energiequellen insgesamt entfielen im Vorjahr 85 Prozent aller neuen Kraftwerkskapazitäten. An erster Stelle lag die Windkraft, die auf 55 Prozent der neu installierten Leistung kam. Dahinter folgten Solarenergie (21 Prozent), Gas (9 Prozent), Kohle (6 Prozent) und Großwasserkraft (rund 4 Prozent), geht aus Daten der europäischen Windenergieverbandes WindEurope hervor.

Die gesamte installierte Leistung aller Kraftwerke in der EU lag demnach bei 933.000 MW. Der größte Teil davon entfiel auf Gaskraftwerke (20,2 Prozent). Auf Rang zwei lagen die Windräder (18,1 Prozent), gefolgt von Kohlekraftwerken (15,9 Prozent), Großwasserkraft (14,6 Prozent) und Atomenergie (12,7 Prozent).

Der Windkraftausbau habe sich im Vorjahr auf die drei Länder Deutschland, Großbritannien und Frankreich konzentriert, in denen 80 Prozent aller neuen Windparks errichtet wurden. In allen drei Ländern sei das Fördersystem umgestellt worden, die Betreiber hätten rasch ihre Projekte noch nach dem alten System erreichtet. "Der Umsteig auf Ausschreibungen verläuft viel chaotischer als wir gehofft haben", so WindEurope-Geschäftsführer Giles Dickson laut der heutigen IG-Windkraft-Pressemitteilung. Darüber hinaus fehle den meisten Regierungen die Klarheit, wie es nach 2020 mit dem Windenergieausbau weitergehen soll.

Die Zukunft der Windbranche sei durch Unsicherheiten geprägt, so die IG-Windkraft. "Eine verunsicherte europäische Windkraft ist auch für den Ausbau der Windenergie in Österreich nachteilig, so IG-Windkraft-Geschäftsführer Stefan Moidl. In Österreich stieg die installierte Kapazität den WindEurope-Daten zufolge um 196 MW auf 2.828 MW.

Die höchste installierte Leistung gab es in Deutschland mit 56.132 MW, gefolgt von Spanien (23.170 MW), UK (18.872 MW) und Frankreich (13.759 MW).

Betrachtet man, wieviel des Strombedarfs durch Windenergie gedeckt werden kann, lag Dänemark mit einem Anteil von 44 Prozent an erster Stelle. Dahinter folgten Portugal und Irland (je rund 24 Prozent) sowie Deutschland (rund 21 Prozent). Österreich lag mit 10,6 Prozent auf Rang neun. Auf null Prozent kamen Slowenien und die Slowakei. Deutlich unter dem EU-Durchschnitt von 11,6 Prozent lagen unter anderem auch Italien (5,2 Prozent) und Frankreich (4,8 Prozent).

Ankara/Washington/Genf (APA/dpa) - Auf Drängen Ankaras soll sich die Welthandelsorganisation (WTO) mit den US-Strafzöllen auf Stahl und Aluminium aus der Türkei befassen. Ein entsprechender Antrag zu einem Streitschlichtungsverfahren sei eingegangen, teilte die WTO am Montag mit. Zunächst haben beide Seiten 60 Tage Zeit, miteinander zu reden. In dem Handelskonflikt fahren Ankara und Washington einen harten Kurs.
 

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Türkei bringt Zollstreit mit den USA vor die WTO

Caracas (APA/dpa) - Mit einer ganzen Reihe von Reformen will die Regierung Venezuelas die schwere Wirtschaftskrise beilegen. Angesichts der Hyperinflation werden fünf Nullen aus der Landeswährung gestrichen. Aus einer Million Bolívar fuerte (starker Bolívar) werden ab Montag 10 Bolívar soberano (souveräner Bolívar). Zudem soll der Bolívar künftig an die neue Kryptowährung Petro gekoppelt sein.
 

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Venezuela will Wirtschaftskrise mit Reformen beilegen

München/Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Fernbusanbieter Flixbus klagt die Deutsche Bahn wegen der Darstellung seiner Züge im Internet. "Bereits im Juli haben wir Klage eingereicht, weil Flixtrain auf bahn.de nur lückenhaft abgebildet wird", teilte Geschäftsführer André Schwämmlein am Montag auf Anfrage einen Bericht des "Manager Magazin".
 

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Flixtrain klagt Deutsche Bahn wegen Internetübersicht