Wifo revidiert Mittelfristprognose - Weniger Arbeitslose erwartet

Wien (APA) - Das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) hat seine Mittelfristprognose vom Herbst 2017, die bis 2022 reicht, aktualisiert. Vor allem 2018 wird nun deutlich mehr Wachstum angenommen (3,2 Prozent statt 2,8 Prozent). Die größte Auswirkung hat die Revision bei den Arbeitslosenzahlen: Lagen sie in der ersten Prognose noch durchgehend bei 8 Prozent oder mehr, sind es nun zwischen 7,3 und 7,7 Prozent.

Grundsätzlich zeichnet die Wifo-Vorschau unverändert ein positives Bild. Im Schnitt soll die Wirtschaft bis 2022 jährlich um 2,1 Prozent wachsen (statt 2,0 Prozent) und damit um einen Viertel Prozentpunkt stärker als der Durchschnitt der Eurozone, heißt es im Wifo-Monatsbericht 4/2018. Bis inklusive 2019 wird die Zahl der Jobs schneller wachsen als das Arbeitskräfteangebot, die Arbeitslosenquote dürfte von 8,5 Prozent (2017) auf 7,3 Prozent fallen, dann aber wieder langsam ansteigen, weil das Arbeitskräfteangebot stärker zulegt als die Nachfrage. Da die inländische Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter stagniert, wird der Anteil der ausländischen Arbeitskräfte an der Gesamtbevölkerung von 19,5 Prozent im Jahr 2017 bis 2022 auf 23 Prozent wachsen - und dann gut 80 Prozent des Beschäftigungszuwachses ausmachen, heißt es im Wifo-Bericht.

Positiv wirkt sich die gute Konjunktur auf den Staatshaushalt aus. Das Wifo geht nun 2019 von einem Überschuss (Maastricht-Saldo) von 0,1 Prozent des BIP im Jahr 2019 aus, bisher war für das Jahr ein ausgeglichenes Budget angenommen worden. In den Jahren danach soll es Überschüsse von 0,2 bis 0,3 Prozent des BIP geben. Der Schuldenstand des Staates sollte dadurch bis 2022 auf 63,3 Prozent des BIP fallen und damit fast schon das im Vertrag von Maastricht vorgegeben Limit von 60 Prozent einhalten.

Die Inflation sieht das Wifo durchgehend bei 1,9 Prozent und damit weiter höher als im EU-Schnitt, im Herbst 2017 war ab 2021 ein geringfügiger Anstieg auf 2,0 Prozent vorhergesagt worden. Die gute internationale Konjunktur wird die Exportwirtschaft beleben, aber auch der private Konsum wird steigen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte