Wifo: Österreichs Wirtschaft nimmt wieder Fahrt auf

In Österreich stehen die Zeichen in der Wirtschaft auf Wachstum: Im 1. Quartal 2016 wurde ein Wachstum um 0,4 Prozent verzeichnet. Stützen sind der Konsum sowie Investitionen. Die Industriebelebung hält an. Auch Dienstleistungen tregen mit positiven Wachstum bei. Die Bauwirtschaft wächst nach zwei schwachen Jahren wieder. Der Außenhandel ist robust.

Wien. Gestützt durch die inländische Nachfrage hat sich das Wirtschaftswachstum in Österreich heuer zu Jahresbeginn weiter beschleunigt. Gegenüber dem Vorquartal legte das Bruttoinlandsprodukt real um 0,4 Prozent zu, nach 0,3 Prozent im 4. und 0,2 Prozent im 3. Quartal. Sowohl Konsum- als auch Investitionsnachfrage wurden ausgeweitet, erklärte das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) am Freitag.

Die Belebung der Industriekonjunktur setzte sich fort, auch die Dienstleistungssektoren lieferten positive Wachstumsbeiträge, so das Wifo zu seiner Schnellschätzung zur Konjunkturentwicklung im 1. Quartal. Im Jahresabstand lag das BIP demnach heuer im Zeitraum Jänner bis März real um 1,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor, nach 1,0 Prozent im 4. und 0,9 Prozent Anstieg im 3. Quartal.

Die Konsumnachfrage der Privathaushalte (samt privaten Organisationen ohne Erwerbszweck) wuchs mit 0,2 Prozent gegenüber der Vorperiode etwas stärker als im Schnitt der zwei Jahre davor. Wegen der kräftigeren Dynamik des öffentlichen Konsums nahm die Konsumnachfrage insgesamt um 0,3 Prozent zu.

"Auch die Ausweitung der Investitionen stützte das Wirtschaftswachstum", so die Experten des Instituts in einer Aussendung. Die Nachfrage nach Bruttoanlageinvestitionen (Ausrüstungs- und Bauinvestitionen) habe ähnlich wie in den Vorquartalen um 0,4 Prozent zugelegt. Nach einer zweijährigen Schwächephase seien auch die Bauinvestitionen wieder ausgeweitet worden.

Der Wachstumsbeitrag des Außenhandels wurde im 1. Quartal durch die Zunahme der Importe gedrückt. Während die Ausfuhren um 0,8 Prozent wuchsen, expandierten die Einfuhren nämlich um 0,9 Prozent. Trotz der flachen internationalen Konjunktur habe sich der heimische Außenhandel damit auch Anfang 2016 "robust" entwickelt. Sowohl die Güter- als auch die Dienstleistungsexporte nahmen laut Wifo zu.

Auch in der österreichischen Industriekonjunktur spiegelt sich dem Institut zufolge die Nachfrage nach Waren aus dem In- und Ausland wieder. Die Wertschöpfung der Sachgütererzeugung stieg im Vergleich zum vorhergehenden Quartal um 0,6 Prozent. In der Bauwirtschaft ergab sich ein Anstieg um 0,2 Prozent.

Positive Beiträge kamen auch von den Dienstleistungsbereichen: In Handel-Kfz, Verkehr, Beherbergung und Gastronomie stieg die Wertschöpfung um 0,2 Prozent. Im Bereich Information und Kommunikation wurde sie um 0,2 Prozent ausgeweitet, im Kredit- und Versicherungswesen sowie dem Grundstücks- und Wohnungswesen um jeweils 0,4 Prozent.

Das Update zur BIP-Entwicklung im 1. Quartal will das Wifo am 30. Mai vorlegen. Und für 23. Juni ist die nächste vierteljährliche Konjunkturprognose von Wifo und Institut für Höhere Studien (IHS) geplant. Zuletzt, Mitte März, hatten die beiden Institute für heuer ein Realwachstum von 1,6 bzw. 1,5 Prozent vorhergesagt, für 2017 ein BIP-Plus von 1,6 bzw. 1,5 Prozent.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

Newsticker

Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

Newsticker

Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

Newsticker

Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor