WIFO: De-Industrialisierung bremst die Wirtschaft nicht

Wien (APA) - Die De-Industrialisierung der EU aufgrund der Entwicklung hin zu einer wissensgetriebenen Dienstleistungsgesellschaft wirkt sich laut Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO positiv auf die Produktivität aus. "Die vielfach befürchteten Wachstumsverluste aus der Tertiärisierung bestätigen sich demnach nicht", so das WIFO am Freitag in einer Aussendung.

Grund sei, dass sich Wissenstransfer und unternehmerische Innovationsprozesse positiv auf die Produktivität in anderen Branchen auswirkten. Weiters seien wissensintensive Dienstleister häufig für unterschiedliche Unternehmen tätig und würden so Best-Practice-Beispiele in anderen Unternehmen verbreiten. Drittens ermöglichten es diese Dienste gerade kleinen Unternehmen, hoch spezialisiertes Wissen zu nutzen, das sonst nicht zur Verfügung stünde.

Fazit der Studienautoren Matthias Firgo und Peter Mayerhofer für die Zukunft: "Wesentlich wird es daher etwa sein, bereits verfügbare Förderprogramme stärker auf immaterielle Investitionen und Dienstleistungsinnovationen auszurichten, und die Vorteile - und Grenzen - einer Nutzung von unternehmensnahen Diensten stärker als Gegenstand in Informations- und Beratungsinitiativen für kleinere Unternehmen zu verankern."

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