Wienwert löste angeblich politisch besetzten Beirat auf

Wien (APA) - Der private Wiener Immo-Entwickler Wienwert hat seinen umstrittenen Beirat aufgelöst. Dieser sei SPÖ-nahe besetzt gewesen und wegen seiner Nähe zur Wiener Stadtpolitik heftig in Kritik geraten, berichtete das Anlageberatermagazin "Fonds professionell" in seiner Online-Ausgabe. "Wir möchten momentan keinen Kommentar dazu abgeben", ließ CEO Stefan Gruze der APA am Montag auf Anfrage ausrichten.

In dem Gremium vertreten waren dem Fondsmagazin zufolge die beiden Ex-SP-Gemeinderäte Alois Mayer und Godwin Schuster sowie Peter Korecky, der frühere Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst. Wienwert habe die Information über den Beirat von ihrer Homepage entfernt.

Aus dem Unternehmensumfeld wird laut "Fonds professionell" eine Auflösung bestätigt. Die Kritik an diesem Beirat sei aber nicht nachvollziehbar gewesen, höre man aus dem Unternehmen.

In der Immobilienbranche seien politische Beiräte üblich, heißt es in dem Bericht. Beim größten heimischen Immobilienunternehmens Signa seien etwa Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer und Ex-Vizekanzlerin Susanne Riess aktiv.

Derzeit hat Wienwert zudem Probleme mit der Finanzmarktaufsicht (FMA) - dem Unternehmenschef Gruze brummte die Behörde eine Verwaltungsstrafe in Höhe von 87.000 Euro auf - wegen irreführender Werbung und eines fehlenden Prospekthinweises im Zusammenhang mit dem öffentlichen Angebot einer 5-Millionen-Euro-Wienwert-Anleihe. "Gruze hat angekündigt, dass er dagegen Einspruch beim Bundesverwaltungsgericht erheben wird", sagte FMA-Sprecher Klaus Grubelnik zur APA. Von der Beschwerde ausnehmen wolle der Wienwert-Chef lediglich der gesetzlich vorgeschriebenen Hinweis in dem Prospekt.

Das erste Halbjahr schloss Wienwert heuer mit Verlusten und weniger Eigenkapital ab. Das Ergebnis nach Steuern betrug minus 2,5 Mio. Euro, der Bilanzverlust 2,8 Mio. Euro; das Eigenkapital belief sich auf 2,2 Mio. Euro, wie das Unternehmen kürzlich bekanntgab. Die Eigenkapitalquote verringerte sich "aufgrund der geplanten Anfangsverluste sowie der Platzierung einer 5-Millionen-Euro-Unternehmensanleihe" auf rund 31,7 Prozent. Die Halbjahreszahlen wurden auf Basis eines ungeprüften UGB-Einzelabschlusses erstellt.

Rüsselsheim (APA/dpa) - Der Autobauer Opel trennt sich von Teilen seines Rüsselsheimer Entwicklungszentrums. Bis zu 2.000 Mitarbeiter sollen zum französischen Entwicklungsdienstleister Segula wechseln, der am Standort einen Technologie-Campus gründen will, wie beide Unternehmen am Donnerstag mitteilten. Man habe eine strategische Partnerschaft vereinbart.
 

Newsticker

Opel gibt Teile von Entwicklungszentrum ab

Berlin (APA/Reuters) - Die Deutsche Bahn will ihren Krisen-Betrieb in Deutschland bis 2023 beenden und verlangt dafür milliardenschwere Unterstützung. Zwischen 2019 und 2022 müssten fünf Mrd. Euro zusätzlich investiert werden, heißt es in Konzernunterlagen, die der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag vorlagen.
 

Newsticker

Deutsche Bahn will bis 2023 wieder flott werden

Luxemburg (APA/dpa) - Preise für Flüge innerhalb der EU dürfen nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs nicht in jeder beliebigen Währung angegeben werden. Airlines, die die Preise nicht in Euro ausweisen, müssten zumindest eine Währung wählen, die mit dem angebotenen Flug objektiv in Verbindung stehe, urteilten die Luxemburger Richter am Donnerstag.
 

Newsticker

EuGH: Flugpreise dürfen nicht in beliebiger Währung angegeben werden