Wienwert - Prozessfinanzierer rührt Werbetrommel für Sammelklage

Wien (APA) - Von der bevorstehenden Insolvenz der WW Holding AG (früher: Wienwert Holding) sind mehr als 1.000 Anleger mit bis zu 40 Mio. Euro betroffen. Der Prozessfinanzierer AdvoFin bietet Wienwert-Anlegern nun an, ihre Ansprüche im Rahmen einer Sammelklage durchzusetzen und rührt dafür die Werbetrommel. Die Chancen, einen Gutteil des investierten Geldes zurückzubekommen, stünden gut.

"Wir schauen uns aktuell die Bilanzen der Wienwert-Gruppe ganz genau an und haben auch den Wirtschaftsprüfer des Unternehmens im Visier", so Franz Kallinger, Vorstand der AdvoFin Prozessfinanzierung AG, am Donnerstag in einer Aussendung. "Die Anleger sollten sich durch die derzeitige öffentliche Diskussion nicht einschüchtern lassen und rasch handeln. Die Chancen, dass die Anleger zumindest einen Großteil ihres Geldes zurückbekommen, stehen gut."

AdvoFin geht davon aus, dass die Ansprüche der Anleihezeichner sowohl auf Irrtum als auch Schadenersatz gestützt werden könnten. Schließlich habe die Wienwert AG bzw. Wienwert Holding "bis zuletzt mit angeblich hervorragenden Bilanzkennzahlen und besonderen Sicherheiten massiv für den Anleihekauf geworben, obwohl die Wienwert AG zum 31.12.2015 tatsächlich bereits ein negatives Eigenkapital von -9,8 Millionen Euro" aufgewiesen habe.

Erst dieser Tage startete der Verein Cobin Claims im Fall "Wienwert" eine Sammelaktion. Bisher haben sich nach der Ankündigung der Insolvenz der WW Holding AG in den ersten Tagen mehr als 180 betroffene Anleger beteiligt, die einen Verlust ihrer Anleihe-Investitionen befürchten. Es gehe bei diesen Anlegern um einen investierten Betrag von 7,6 Mio. Euro, berichtete Cobin Claims am Montag.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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