Wienerberger dämmte Verluste zum Jahresauftakt ein

Der börsennotierte Ziegelriese Wienerberger hat heuer im ersten Quartal seine Verluste verkleinert. Unter dem Strich verringerte sich der Fehlbetrag gegenüber dem Vorjahreszeitraum dank guter Geschäfte in England und den Niederlanden von 46,7 auf 40,7 Mio. Euro, geht aus der Ad-hoc-Mitteilung des Unternehmens von heute, Donnerstag, hervor. Analysten hatten mit einem schwächeren Ergebnis gerechnet.

Der Verlust je Aktie ging im Berichtszeitraum von 41 auf 35 Cent zurück. Der Umsatz von Wienerberger erhöhte sich von 584,6 auf 612,6 Mio. Euro. "Die Ergebnisse sind sehr erfreulich - wir haben gegenüber dem sehr starken Vorjahresquartal Steigerungen erzielt", sagte Konzernchef Heimo Scheuch vor Journalisten und verwies auf den witterungsmäßig sehr milden Winter im Vorjahr.

Die Gewinnzone will der CEO heuer im Gesamtjahr erreichen, nachdem er das nicht wie geplant schon 2014 geschafft hat. Am Jahresziel einer Verbesserung des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 317,2 auf 350 Mio. Euro hält Scheuch fest.

Im ersten Quartal stieg das um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge bereinigte EBITDA von 28,1 auf 34 Mio. Euro. Der operative Verlust (EBIT) verringerte sich von 20,5 auf 18,1 Mio. Euro. Wienerberger führt dies auf den "klaren Fokus auf hochwertige Produkte" sowie auf all die laufenden Sparmaßnahmen im Konzern zurück. Denn vom Markt selbst komme "wenig Rückenwind".

"Wir haben die Restrukturierung im vergangenen Jahr hinter uns gelassen und werden weiter optimieren", so Scheuch. Zwischen 2009 und 2014 hatte Wienerberger 75 Werke geschlossen und 10 bis 15 Standorte eingemottet. Aktuell ist der Konzern den Angaben zufolge mit 203 Werken aktiv. Der Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Grundstücken soll heuer rund 10 Mio. Euro einspielen - "eine knappe Million" davon habe der weltgrößte Ziegelhersteller im ersten Quartal erzielt.

Der Verschuldungsgrad hat sich zwischen Jänner und März von 30,4 auf 40,6 Prozent deutlich erhöht. Das Eigenkapital (inklusive nicht beherrschende Anteile und Hybridkapital) erhöhte sich geringfügig um 1 Prozent von 2,047 auf 2,071 Mrd. Euro; die Nettoverschuldung schnellte allerdings um 35 Prozent von 621,5 auf 841,1 Mio. Euro in die Höhe.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte