Wienerberger - Analysten erwarten im ersten Quartal weniger Verlust

Wien - Der heimische Baustoffkonzern Wienerberger dürfte den Sprung in die schwarzen Zahlen im ersten Quartal 2015 nicht schaffen. Von der APA befragte Analysten erwarten aber, dass sich der Verlust verglichen mit dem Vorjahresquartal um sieben Prozent verringern dürfte. Berücksichtigt wurden Schätzungen von Erste Group, Raiffeisen Centrobank (RCB) und Kepler Cheuvreux.

Während das Geschäftsjahr 2014 noch von Abschreibungen in der Höhe von 217 Mio. Euro belastet wurde, soll der Nettoverlust zum Jahresauftakt nur noch bei 43,2 Mio. Euro liegen, nachdem er im ersten Quartal 2014 noch 46,7 Mio. Euro betragen hatte.

Der Umsatz wird im Durchschnitt um fünf Prozent höher bei 614 Mio. Euro erwartet. Im traditionell schwachen ersten Quartal soll das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITDA) um sieben Prozent über der Vergleichsperiode liegen - im Mittel rechnen die Analysten mit 30 Mio. Euro. Wienerberger-Chef Heimo Scheuch hatte Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis schon Ende Februar in Aussicht gestellt.

Hingegen dürfte der Ziegelkonzern seinen operativen Verlust (EBIT) deutlich ausbauen. Hier prognostizieren die Experten einen um 14 Prozent schwächeren Fehlbetrag von 23,3 Mio. Euro (zuvor: minus 20,5 Mio. Euro).

Zuletzt hatten mehrere Analystenhäuser ihr Kursziel für die Baustoffgruppe erhöht. Das Marktumfeld verbessere sich, heißt es in einer Studie der Erste Group. Vor allem die Niederlande, Ungarn und Polen könnten überraschen, konstatieren die Analysten. Auch dürfte die milde Witterung im Winter unterstützt haben, so Kepler-Experten. Das Umfeld in Deutschland, der Schweiz und Österreich sowie in Russland bleibe relativ stabil, hieß es weiter. Allerdings verweisen sie auf Rückgänge in Frankreich und Italien.

Wienerberger - Analystenprognosen für das erste Quartal im Geschäftsjahr 2015:

~ Erste Kepler RCB Durchschnitt Vorjahr Veränderung Umsatz 612,5 619,0 610,6 614,0 584,60 5% Ebitda 26,4 35,0 28,5 30,0 28,10 7% Ebit -27,7 -19,0 -23,1 -23,3 -20,50 -14% Nettoverlust -44,9 -39,6 -45,2 -43,2 -46,70 -7% ~

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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