Wiener Lobautunnel: Asfinag hält am Projekt und Zeitplan fest

Der geplante Lobautunnel als Teil der Nordostumfahrung S1 hat sich nach der Neuauflage der rot-grünen Wiener Stadtregierung zum Zankapfel entwickelt. Die SPÖ will den Tunnel, die Grünen sind dagegen. Die Autobahngesellschaft Asfinag hält unterdessen an Projekt und Zeitplan fest, wie am Freitag vor Journalisten betont wurde. Eine Alternativenprüfung würde bis zu 40 Millionen Euro kosten.

"Das Projekt, das wir jetzt haben, die S1, ist in den Startlöchern zum Bau. Wir wollen und werden es auch bauen", unterstrich Alexander Walcher, Geschäftsführer der Asfinag Bau Management GmbH. Demnach soll wie geplant 2018 mit dem Bau des Tunnels begonnen werden. Die Fertigstellung des Gesamtprojekt ist für 2025 avisiert. Die Investitionskosten belaufen sich auf 1,9 Milliarden Euro. "Wir haben ein genehmigtes Projekt in erster Instanz, ein umweltverträgliches Projekt, wir haben die finanzielle Mittel", unterstrich Walcher.

Im März 2015 wurde in erster Instanz ein positiver Umweltverträglichkeitsbescheid für den S1-Abschnitt Schwechat bis Süßenbrunn - inklusive dem umstrittenen Tunnel - ausgestellt. Dieser wurde aber beeinsprucht und liegt nun in zweiter Instanz beim Bundesverwaltungsgericht. Die Asfinag geht jedenfalls davon aus, dass dort der Bescheid der ersten Instanz bestätigt wird. Die Entscheidung wird für das heurige Jahre erwartet.

Sobald die Genehmigung in zweiter Instanz vorliege, die nötigen Grundstückskäufe und die sogenannten Materienrechtsverfahren abgeschlossen seien, "können und werden wir mit dem Bau beginnen", versicherte der Asfinag-Geschäftsführer. Wenig hält er davon, erneut - wie im rot-grünen Regierungsübereinkommen festgehalten wurde - Alternativmöglichkeiten zu prüfen. Die Asfinag habe "alle denkbaren Varianten" untersucht - insgesamt mehr als 20 Varianten und Untervarianten.

"Würden neue Überlegungen angestellt werden, neue Varianten tatsächlich weiter zu verfolgen sein, hieße das, dass wir mindestens zehn Jahre einen Stillstand hätten", warnte Walcher. Dann müssten die Varianten einem Vergleich unterzogen werden, Vorprojekte entwickelt und Umweltuntersuchungen angestellt werden. "Wir wären wieder am Punkt null angelangt, das muss allen Entscheidungsträgern auch klar sein." Zudem würden die Kosten dafür - angefangen von neuen Variantenuntersuchungen bis zur Umweltverträglichkeitsprüfung - 20 bis 40 Millionen Euro betragen, schätzte er.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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