Wiener Börse (Nachmittag) - ATX am Nachmittag um 0,82% leichter

Wien - Die Wiener Börse hat sich heute, Mittwoch, am Nachmittag bei durchschnittlichem Volumen mit leichterer Tendenz gezeigt. Der ATX wurde um 14.15 Uhr mit 2.152,53 Punkten errechnet, das ist ein Minus von 17,71 Punkten bzw. 0,82 Prozent. Zum Vergleich: DAX/Frankfurt -0,64 Prozent, FTSE/London +0,54 Prozent und CAC-40/Paris -0,55 Prozent.

Damit hat der ATX seine Kursverluste am frühen Nachmittag etwas ausgeweitet und folgte damit dem überwiegend negativen europäischen Trend. Zurückhaltung und Gewinnmitnahmen dominierten die Märkte im Vorfeld der mit Spannung erwarteten morgigen Entscheidung der Europäische Zentralbank (EZB), hieß es aus dem Handel. Zudem blieben von Konjunkturseite nennenswerte Impulse dünn gesät. Positive Vorgaben aus Übersee konnten die Stimmung nicht nachhaltig verbessern.

Die EZB steht morgen vor einer historischen Entscheidung. Der Notenbank-Präsident Mario Draghi scheint fest entschlossen, die Geldschleusen ganz weit zu öffnen und den Banken noch mehr Liquidität zur Verfügung zu stellen. In Vorbereitung dürfte ein breit angelegter Aufkauf von Euro-Staatsanleihen - im Fachjargon "quantitative Lockerung" (QE) genannt - sein.

Neue Unternehmensnachrichten blieben zur Wochenmitte dünn gesät. Am unteren Ende der Kurstafel sammelten sich Bau- und Industriewerte. So büßten Strabag 1,38 Prozent auf 17,46 Euro ein und Wienerberger verloren 1,58 Prozent auf 11,83 Euro. Auch Porr fielen um 1,12 Prozent auf 44,20 Euro.

Unter den Industriewerten fielen Andritz um 1,29 Prozent auf 46,50 Euro und RHI gaben 1,24 Prozent auf 19,55 Euro ab, obwohl der Feuerfestkonzern vom Zementhersteller Lafarge in Kanada einen rund 10 Mio. Euro schweren Auftrag erhalten hat. Im Feuerfestgeschäft sei dies bereits als Großauftrag einzustufen, hieß es von Unternehmensseite.

Das Schlusslicht des Wiener prime market bildeten jedoch Schoeller-Bleckmann Oilfield (SBO) mit minus 5,14 Prozent auf 51,70 Euro. Das derzeit niedrige Niveau der Ölpreise dürfte die Bohraktivitäten großer Konzerne verlangsamen. In den vergangenen Wochen war die Zahl der amerikanischen Ölbohrungen deutlich rückläufig, hieß es zur Wochenmitte aus dem Handel. In Nordamerika erwirtschaftet die SBO mehr als 60 Prozent ihrer Umsätze. Dagegen legten die Aktien des Branchenkollegen OMV 1,35 Prozent auf 22,49 Euro zu.

FACC fielen um 0,27 Prozent auf 8,64 Euro. Der Flugzeugzulieferer wird am morgigen Donnerstag seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal bekanntgeben.

Das bisherige Tageshoch verzeichnete der ATX gegen 9.15 Uhr bei 2.175,99 Punkten, das Tagestief lag um etwa 14.00 Uhr bei 2.151,56 Einheiten. Der ATX Prime notierte mit einem Minus von 0,74 Prozent bei 1.088,01 Zählern. Um 14.15 Uhr notierten im prime market elf Titel mit höheren Kursen, 25 mit tieferen und zwei unverändert. In einer Aktie kam es bisher zu keiner Kursbildung.

Bis dato wurden im prime market 2.678.935 (Vortag: 3.107.076) Stück Aktien umgesetzt (Einfachzählung) mit einem Kurswert von rund 65,120 (77,34) Mio. Euro (Doppelzählung). Umsatzstärkstes Papier ist bisher Erste Group mit 235.593 gehandelten Aktien, was einem Kurswert von rund 9,14 Mio. Euro entspricht.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro