Wiener Börse (Eröffnung) - ATX am Vormittag im Plus

Wien - Die Wiener Börse hat am Donnerstagvormittag mit Gewinnen tendiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.384,43 Punkten nach 2.360,04 Einheiten am Mittwoch errechnet, das ist ein Plus von 24,39 Punkten bzw. 1,03 Prozent.

Der ATX konnte somit wie auch die übrigen europäischen Aktienmärkte an den freundlichen Vortagestrend anknüpfen. Börsianer verwiesen dabei auf den vorerst gebremsten Aktiencrash in China. Dort hatte der Staat drastische Maßnahmen verkündet, worauf die Börse in Shanghai 6,5 Prozent zulegen konnte. So dürfen nun Anteilseigner, die Beteiligungen von mehr als fünf Prozent an einem Unternehmen halten, ihre Aktien in den nächsten sechs Monaten nicht veräußern, wie Chinas Wertpapieraufsicht anordnete.

Neben dem Dauerthema Griechenland könnten im weiteren Handelsverlauf noch Impulse von den US-Daten der vergangenen Woche zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe kommen. Ansonsten stehen keine wesentlichen Konjunkturdaten auf der Agenda.

Gut gesucht zeigten sich europaweit Aktien aus dem Bankensektor, in Wien legten Erste Group 1,76 Prozent und Raiffeisen 2,23 Prozent zu. Auch die Papiere des niederösterreichischen Ölfeldausrüsters Schoeller-Bleckmann knüpften mit plus 3,36 Prozent auf 51,94 Euro an ihren freundlichen Vortagestrend an.

Der Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern Agrana hat im 1. Quartal 2015/16 wegen niedrigerer Zucker-Verkaufspreise einen Gewinneinbruch erlitten. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) schrumpfte im Vergleich zur Vorjahresperiode um 40,3 Prozent auf 31,6 Mio. Euro, das Konzernergebnis rutsche um 45 Prozent auf 21,6 Mio. Euro ab. Agrana zeigten sich vormittags bei dünnem Volumen mit minus 0,03 Prozent bei 78,74 Euro.

Der ATX Prime notierte bei 1.207,54 Zählern und damit um 0,90 Prozent oder 10,78 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 25 Titel mit höheren Kursen, zwölf mit tieferen und keiner unverändert. In vier Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 677.628 (Vortag: 786.508) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 17,123 (27,12) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker