Wiener Börse (Eröffnung) - ATX am Vormittag leicht im Plus

Wien - Die Wiener Börse hat am Mittwoch im Frühhandel leicht im Plus notiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.521,20 Punkten nach 2.519,05 Einheiten am Dienstag errechnet, das ist ein kleines Plus von 2,15 Punkten bzw. 0,09 Prozent.

Vor dem wichtigen Treffen der Finanzminister der Eurostaaten am Abend herrscht an den Aktienmärkten Zurückhaltung vor. Beim Treffen soll ein neues Reformpaket für Griechenland geschnürt werden. Überraschend reist auch Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras an.

Das derzeit laufende Hilfsprogramm für Griechenland läuft am 30. Juni aus. Am selben Tag muss die griechische Regierung rund 1,6 Mrd. Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Das aktuelle Paket beinhaltet noch Gelder in der Höhe von 7,2 Mrd. Euro. Diese werden allerdings nur bei einer Einigung ausgezahlt.

Daneben werden Konjunkturdaten veröffentlicht. Am Vormittag kommt der vom ifo-Institut erhobene Index für das Geschäftsklima in Deutschland im Juni. Analysten erwarten einen leichten Rückgang. Am Nachmittag folgen endgültige Zahlen zum US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal des Jahres.

Auf Unternehmensseite stand an der Wiener Börse die Zahlenvorlage von Zumtobel im Mittelpunkt. Der Vorarlberger Leuchtenkonzern hat es im Geschäftsjahr 2014/15 wieder in die Gewinnzone geschafft und einen Nettogewinn von 11,9 Mio. Euro eingefahren. Zumtobel hatte Mitte Mai bereits vorläufige Zahlen vorgelegt. In einer ersten Stellungnahme der Schweizer Großbank UBS wurde die heutige Zahlenvorlage daher als "non-event" bezeichnet. Mit dem Ausblick für 2016 habe Zumtobel jedoch positiv überrascht, heißt es weiter. Die Aktie legte im Frühhandel 1,90 Prozent auf 25,22 Euro zu.

Ölwerte tendierten nach klaren Gewinnen am Vortag uneinheitlich. Während die Papiere der OMV um 0,33 Prozent auf 25,67 Euro stiegen, fielen die Anteilsscheine von Schoeller-Bleckmann 0,26 Prozent auf 65,55 Euro.

Keine klare Richtung fanden auch die Bankwerte. Die Titel der Erste Group verbilligten sich um 0,51 Prozent auf 26,58 Euro, während die Raiffeisen-Aktie 0,29 Prozent auf 13,87 Euro zulegten.

In einer ähnlichen Größenordnung stiegen Immofinanz (plus 0,27 Prozent auf 2,24 Euro), voestalpine (plus 0,26 Prozent auf 40,05 Euro) und Andritz (plus 0,19 Prozent auf 51,75 Euro).

Der ATX Prime notierte bei 1.272,56 Zählern und damit um 0,04 Prozent oder 0,56 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 18 Titel mit höheren Kursen, 17 mit tieferen und einer unverändert. In fünf Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 450.812 (Vortag: 1.376.003) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 14,245 (29,79) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden