Wiener Börse (Eröffnung) - ATX legt am Vormittag wieder kräftig zu

Die Wiener Börse ist am Freitag erneut mit deutlich festerer Tendenz in die Sitzung gestartet. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.455,64 Punkten nach 2.411,98 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein Plus von 43,66 Punkten bzw. 1,81 Prozent.

Bereits am Vortag gab es klare Gewinne, nachdem die chinesischen Handelsplätze infolge strenger Aktienmarktregulierungen klar im Plus geschlossen hatten. Auch zum Wochenausklang zeigten diese Wirkung infolge deutlicher Kursaufschläge, so legte der Index in Shanghai 4,5 Prozent zu. Der von vielen Beobachtern befürchtete chinesische Börsencrash scheint somit - zumindest vorerst - abgewendet.

Auch das Einlenken der neuen griechischen Regierung auf den Austeritätskurs der Gläubiger wurde euphorisch von den Investoren aufgenommen. In ihren am Vorabend übermittelten Vorschlägen bietet die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras den internationalen Geldgebern beispielsweise Steuererhöhungen sowie Pensionsreformen an. Diese liegen mit 13 Mrd. Euro um 4 Mrd. Euro über jenem Spar-Ultimatum, dass am vergangenen Sonntag von den griechischen Bürgern per Referendum abgelehnt worden war.

Das Paket enthält Steuererhöhungen, unter anderem bei der Mehrwertsteuer, sowie Pensionskürzungen. Ein Analyst schreibt, dass die Syriza somit all ihre eigenen "roten Linien" übertreten und ihre Anti-Austeritätsrethorik konterkariert habe. Nun sei es wohl die größte Hürde für Alexis Tsipras, dieses Paket von seiner Regierung absegnen zu lassen.

In einem europäischen Branchenvergleich knüpften auch die Bankaktien an ihre deutlichen Vortagesgewinne an, der Sektor legte mit plus 3,13 Prozent am deutlichsten zu. An der Wiener Börse notierten Raiffeisen mit plus 4,02 Prozent und Erste Group mit Plus 1,97 Prozent. Auch die Versichererwerte UNIQA (plus 2,39 Prozent) und Vienna Insurance (plus 2,06 Prozent) zeigten sich gut gesucht.

Der ATX Prime notierte bei 1.242,17 Zählern und damit um 1,66 Prozent oder 20,34 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 35 Titel mit höheren Kursen, zwei mit tieferen und keiner unverändert. In vier Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 1.109.486 (Vortag: 677.628) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 35,461 (17,12) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) erwartet frühestens in rund einem Jahr die nächste Zinserhöhung. Der Leitzins liegt derzeit auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent und soll nach den Worten von EZB-Präsident Mario Draghi noch "über den Sommer" 2019 hinaus auf diesem Niveau bleiben.
 

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Draghi: EZB-Zinsen bleiben über Sommer 2019 hinaus auf Rekordtief

München (APA/Reuters) - Siemens baut in der angeschlagenen Kraftwerks-Sparte in Deutschland 500 Arbeitsplätze weniger ab als geplant. Das ist das Ergebnis der monatelangen Verhandlungen mit der IG Metall und dem Betriebsrat, wie der Münchner Industriekonzern am Montag verkündete.
 

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Siemens baut in Deutschland 2.900 Stellen ab

Berlin/Palo Alto (Kalifornien) (APA/dpa) - Industrie-Unternehmen in Europa haben die Bedeutung Künstlicher Intelligenz als einen maßgeblichen Schlüssel-Faktor für ihren künftigen Erfolg erkannt. Im Schnitt erwarten die Unternehmen dadurch Umsatzzuwächse von 11,6 Prozent bis 2030, geht aus einer Studie hervor, die von Hewlett Packard Enterprise (HPE) und den Ausrichtern der Konferenz Industry of Things World in Berlin durchgeführt wurde.
 

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Studie: Industrie sieht Künstliche Intelligenz als Schlüssel-Faktor