Wiener Börse (Eröffnung) - ATX im Frühhandel im Plus

Wien - Die Wiener Börse hat sich am Mittwoch im Frühhandel im Plus gezeigt. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.638,46 Punkten nach 2.628,14 Einheiten am Dienstag errechnet, das ist ein Plus von 10,32 Punkten bzw. 0,39 Prozent.

Auch an den europäischen Leitbörsen ging es im Vorfeld der Ergebnisse der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) moderat bergauf. Überraschungen oder neue Beschlüsse werden von der Zinssitzung nicht erwartet, ebenso wird am Markt keine Änderung des der Leitzinssatzes von 0,05 Prozent gesehen. Investoren erhoffen sich jedoch von der Pressekonferenz mit EZB-Präsident Mario Draghi am Nachmittag eine erste Zwischenbilanz des groß angelegten Staatsanleihen-Kaufprogramms.

Datenseitig bleibt es am Vormittag noch eher ruhig, am Nachmittag kommen dann zahlreiche Konjunkturimpulse aus den USA, wo unter anderem der Empire-State-Index und Zahlen zur Industrieproduktion sowie zum Immobilienmarkt auf der Agenda stehen. Am Abend wird zudem der Monatsbericht der US-Notenbank Fed ("Beige Book") veröffentlicht.

In Wien legte Rosenbauer seinen Geschäftsbericht für 2014 vor. Der Feuerwehrausrüster hat im vergangenen Jahr aufgrund gestiegener internationaler Lieferungen einen höheren Gewinn und einen Rekordumsatz eingefahren. Das Periodenergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Jahr davor um 19 Prozent auf 36,7 Mio. Euro. Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 784,9 Mio. Euro. Der Dividendenvorschlag beträgt 1,2 Euro. Die Papiere fielen um 1,02 Prozent auf 81,60 Euro und sackten damit ans untere Ende der Kursliste ab.

An der Spitze notierten dagegen UNIQA mit plus 2,34 Prozent auf 9,37 Euro. Bei dem Versicherer ist 2014 der Embedded Value - die Summe der Bestandswerte der Versicherungsverträge samt den künftigen Erträgen daraus - leicht gesunken von 4,217 auf 4,201 Mrd. Euro. Die Neugeschäftsmarge verringerte sich auf 1,7 (2,2) Prozent.

An zweiter Stelle standen Porr-Aktien mit einem Zuschlag von 1,72 Prozent auf 49,99 Euro. Bereits am Dienstag zogen die Anteilsscheine des Baukonzerns um mehr als zweieinhalb Prozent an. Porr hat in der Slowakei einen Autobahnbauauftrag im Volumen von 19,75 Mio. Euro erhalten. Der Bau soll im Mai beginnen und in zwei Jahren fertig sein.

Der ATX Prime notierte bei 1.323,19 Zählern und damit um 0,34 Prozent oder 4,5 Punkte höher. Im prime market zeigten sich 21 Titel mit höheren Kursen, 14 mit tieferen und einer unverändert. In fünf Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 987.018 (Vortag: 2.447.412) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 20,597 (34,65) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma