Wiener Börse: ATX am Vormittag 0,38 Prozent schwächer

Wien - Die Wiener Börse ist am Dienstag mit leichten Verlusten in die Sitzung gestartet. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.522,74 Punkten nach 2.532,41 Einheiten am Montag errechnet, das ist ein Minus von 9,67 Punkten bzw. 0,38 Prozent.

Die am Vormittag gemeldeten Einkaufsmanagerindizes für Frankreich, Deutschland und die Eurozone wirkten sich in Wien nicht merklich im Handel aus. Die meisten Einkaufsmanagerindizes hatten die Prognosen etwas übertroffen. Gebremst wurde die Börsenstimmung hingegen von Daten aus China.

Die chinesische Industrie ist im März so deutlich geschrumpft wie seit einem knappen Jahr nicht mehr. Der von der Großbank HSBC und dem Markit-Institut erhobene Einkaufsmanagerindex sank vorläufigen Angaben vom Dienstag zufolge um 1,5 auf 49,2 Punkte und fiel damit unter die Marke von 50, ab der Wachstum signalisiert wird.

Zahlen gab es in der Früh von Mayr-Melnhof und Lenzing. Der Faltschachtel- und Kartonhersteller Mayr-Melnhof hat Umsatz und Ergebnisse im Geschäftsjahr 2014 verbessert und will die Stammdividende von 2,40 auf 2,60 Euro je Aktie erhöhen. An der Börse notierten Mayr-Melnhof-Aktien im Frühhandel mit einem kleinen Minus von 0,21 Prozent bei 96,00 Euro.

Der Faserhersteller Lenzing bestätigt seinen bereits Anfang März angekündigten Jahresverlust für 2014 in Höhe von 14,2 Mio. Euro. Der Vorstand plant nun laut der Ankündigung von Dienstag eine Senkung der Dividende von 1,75 auf 1,00 Euro je Aktie. Laut den Analysten der Baader Bank ist die Dividendensenkung keine Überraschung, die Analysten hatten eine Senkung genau in diesem Ausmaß erwartet. An der Börse fielen Lenzing-Aktien bis dato um 1,08 Prozent auf 64,29 Euro.

Größere Abgaben gab es im Frühhandel in Erste Group (minus 1,33 Prozent auf 23,06 Euro) und Palfinger (minus 3,64 Prozent auf 24,09 Euro). An der Spitze des Kurszettels fanden sich nach deutlichen Vortagesverlusten RHI mit einem Plus von 1,08 Prozent auf 27,95 Euro. Am Vortag hatte die Aktie mehr als sieben Prozent verloren.

Der ATX Prime notierte bei 1.269,04 Zählern und damit um 0,40 Prozent oder 5,11 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zwölf Titel mit höheren Kursen, 25 mit tieferen und einer unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 748.693 (Vortag: 1.073.151) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 18,519 (25,56) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker