Wiener Börse: ATX am Vormittag schwächer

Wien - Die Wiener Börse ist am Dienstag mit schwacher Tendenz in die Sitzung gestartet. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 2.131,19 Punkten nach 2.145,45 Einheiten am Montag errechnet, das ist ein Minus von 14,26 Punkten bzw. 0,66 Prozent.

Vor allem der freie Fall des Ölpreises hält auch in dieser Woche die Anleger auf Trab, im Frühhandel verbilligte sich der Preis je Barrel Brent-Öl um 3,54 Prozent auf 45,75 Dollar. In einem europäischen Branchenvergleich gaben die Öl- und Gaswerte daraufhin 1,58 Prozent ab, an der Wiener Börse geriet die Branche ebenso unter Druck: OMV verloren 3,95 Prozent auf 20,57 Euro.

Auch Schoeller-Bleckmann Oilfield (SBO) sanken 1,95 Prozent auf 57,85 Euro. Der Ölfeldausrüster hatte am Vortag mitgeteilt, 2014 aufgrund von Einmaleffekten einen leichten Ergebnisrückgang erlitten zu haben. Das Betriebsergebnis (Ebit) - nach vorläufigen Zahlen - lag vor Einmaleffekten bei 100 Mio. Euro, nach 97,7 Mio. Euro im Jahr 2013. Bereits davor hatten die Analysten von Goldman Sachs ihr Kursziel für die SBO-Titel von 72,0 auf 46,4 Euro gekappt.

Neben dem Ölpreisverfall bleibt auch die Konjunkturentwicklung Europas weiter ein Sorgenkind der Investoren. Während heute die Zahlen zur italienischen Industrieproduktion im November publiziert wurden, folgen morgen jene für die gesamte EU. In Italien legte der Industrieoutput zum Vormonat um 0,3 Prozent zu, während Experten lediglich ein Plus von 0,1 Prozent erwartet hatten. Im Jahresvergleich fiel die italienische Industrieproduktion um 1,8 Prozent, während ein Rückgang von 2,7 Prozent prognostiziert worden war.

An der Wiener Börse schwächelten auch die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI), die sich um 2,31 Prozent auf 10,59 Euro verbilligten. Erste Group verloren demgegenüber geringfügige 0,21 Prozent. Besser lief der Vormittagshandel für Telekom Austria, die 0,80 Prozent zulegten. Am Vortag wurde bekannt, dass der teilstaatliche Konzern Interesse an der staatlichen serbischen Telekom Srbija hegt, für die derzeit eine Ausschreibung geplant wird.

Nicht gehandelt wurden zur Berichtszeit die Aktien von Agrana, die am Vortag bei 72,92 Euro aus dem Handel gegangen waren. Der Agrarkonzern hat wie schon im ersten Halbjahr auch im 3. Geschäftsquartal 2014/15 Einbußen bei Umsatz und Gewinn erlitten. Die Erlöse sanken von 693,7 auf 629,2 Mio. Euro, und der Konzern-Periodengewinn schrumpfte auf 21,1 (33,4) Mio. Euro.

Der ATX Prime notierte bei 1.077,38 Zählern und damit um 0,60 Prozent oder 6,55 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich 15 Titel mit höheren Kursen, 20 mit tieferen und keiner unverändert. In vier Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 621.593 (Vortag: 625.758) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 17,666 (18,93) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

Mag. Hermann Gabriel begehrt folgende nachträgliche Mitteilung:
 

Newsticker

Mag. Hermann Gabriel begehrt folgende nachträgliche Mitteilung

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

Bonität

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

Newsticker

Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte