Wiener Aktienmarkt vorbörslich schwächer erwartet

Wien - Heimische Aktienhändler erwarten die Eröffnung an der Wiener Börse am Dienstag mit leichterer Tendenz. Zu Handelsbeginn dürfte der ATX nach Händlerschätzungen rund sechs Punkte unter dem Schluss-Stand vom Montag (2.427,20) liegen. Im weiteren Tagesverlauf sehen Marktteilnehmer den ATX in einer Bandbreite zwischen 2.361,00 und 2.445,00 Einheiten. Der APA-Konsensus, die ATX-Prognose wichtiger Banken, geht von einem ATX-Schluss bei 2.392,00 Punkten aus.

Nach den deutlichen Kursverlusten vom Vortag dürfte es am Dienstag weiter abwärts gehen. Das internationale Hilfsprogramm für Griechenland läuft heute aus, zudem gab es an der Wall Street bereits massive Kursverluste zu verzeichnen. Griechenland wird die ebenfalls heute fälligen Juni-Raten an den Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht zahlen. Das bestätigte Ministerpräsident Alexis Tsipras am Vorabend in einem Interview des griechischen Staatsfernsehens.

Griechenland wird damit das erste entwickelte Land, das seine IWF-Schulden nicht pünktlich zahlt. Viel tun dagegen kann IWF-Chefin Christine Lagarde nicht. "Der IWF hat keine Sanktionsmöglichkeiten für einen solchen Fall", hieß es.

In Wien blieb es auf Unternehmensseite zunächst ruhig. Kursrelevante Nachrichten lagen keine vor.

Am Montag hatte der ATX um 3,28 Prozent schwächer bei 2.427,20 Punkten geschlossen. Nach der Ankündigung des griechischen Premier Alexis Tsipras am Wochenende, das Volk über die Spar-Forderungen der Gläubigerstaaten abstimmen zu lassen, war ein tiefroter Wochenstart nahezu fix. Der ATX rutschte ebenso wie die übrigen europäischen Indizes bereits zur Eröffnung tief in die Verlustzone, tendierte jedoch im weiteren Verlauf kaum schwankend.

Die Angst vor einem "Grexit" traf europaweit vor allem die Bankaktien, der Sektor rutschte in einem europäischen Branchenvergleich um 5,74 Prozent ab. In Wien folgten Raiffeisen (minus 7,04 Prozent) und Erste Group (minus 3,83 Prozent) diesem Trend. Größerer der lediglich zwei Kursgewinner waren Strabag mit plus 0,57 Prozent.

Die größten Kursgewinner im prime market am Montag:

~ Strabag +0,57% 20,35 Euro Agrana +0,14% 80,00 Euro ~

Die größten Kursverlierer im prime market am Montag:

~ Raiffeisen -7,04 % 12,87 Euro Immofinanz -4,70% 2,13 Euro Valneva -4,68% 3,85 Euro ~

In seiner Grundsatzrede hat Macron eine umfassende EU-Reform und Vertiefung der Kooperation vorgeschlagen. Kernpunkte sind die gemeinsame Verteidigungspolitik, ein eigenes Budget für die Eurozone sowie die Harmonisierung der Steuerregeln.
 

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Frankreichs Premier Macron schlägt "Neugründung" der EU vor

Wien (APA) - Der britische Staubsaugerproduzent Dyson steigt in die Produktion von Elektroautos ein. Im Jahr 2020 werde das erste eigene batteriebetriebene Auto auf den Markt gebracht werden, kündigte James Dyson in einer Mail an alle Dyson-Mitarbeiter am Dienstag an. Er sei bereit, dafür 2 Mrd. Pfund (2,27 Mrd. Euro) zu investieren.
 

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Staubsaugerproduzent Dyson plant eigenes E-Auto bis 2020

Berlin (APA/Reuters/dpa) - In Deutschland kehrt die bisherige AfD-Chefin Frauke Petry ihrer Partei wegen zunehmender Radikalisierung endgültig den Rücken. Nach ihrem Austritt aus der Bundestagsfraktion kündigte die 42-Jährige am Dienstag in Dresden an, auch die Partei zu verlassen. "Ich habe fünf Kinder, für die ich Verantwortung trage, und am Ende muss man sich auch noch im Spiegel anschauen können", sagte Petry zu ihren Beweggründen vor Journalisten.
 

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Petry kehrt der AfD den Rücken - "Logische Konsequenz"