Wien verschärft das Wettengesetz erneut

Wien (APA) - Wien hat 2016 das Wettengesetz massiv verschärft - und nimmt nun weitere Einschränkungen vor. Beim ersten Schritt wurden die Strafen erhöht, der Jugendschutz verstärkt oder Livewetten eingeschränkt. Inzwischen kann etwa nur mehr auf End- und Zwischenergebnisse gesetzt werden. Nun werden die Auflagen ausgeweitet und mögliche Umgehungskonzepte ins Visier genommen.

Bei Wetteinsätzen ab 1.000 Euro und Gewinnen ab 2.000 Euro sind künftig die Identität der Person sowie Höhe von Einsatz und Gewinn im Wettbuch festzuhalten. Auch müssen die Unternehmen Kontrollen durchführen, um zum Beispiel das Risiko von Geldwäsche oder Terrorfinanzierung zu minimieren. Künftig müssen zudem Lokale, die aussehen wie ein Wettbüro oder Wettlokal, ebenfalls bewilligt werden - auch wenn dort nicht gezockt werden kann.

Dies sei notwendig, da Wettbüros vermehrt dazu übergegangen seien, nur mehr die Übertragung von Sportveranstaltungen, jedoch nicht den Abschluss von Wetten anzubieten, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag. Geliefert werde sozusagen nur das Ambiente. Der Abschluss der Wetten erfolgt online - etwa über das private Smartphone des Spielers.

Die erstmalige Bewilligung als Wettunternehmer - also Buchmacher oder Vermittler - wird außerdem auf drei Jahre begrenzt. Bei Verstoß gegen die Zutrittskontrollen kann für jedes Wettlokal künftig ein biometrisches Kontrollsystem verlangt werden.

Am 23. März soll die Novelle im Wiener Landtag beschlossen werden. "Wir gehen unseren erfolgreichen Weg im Kampf gegen illegale Wetten konsequent weiter, um den Jugend- und Spielerschutz in der Stadt noch weiter zu erhöhen", versicherte die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ). Auch David Ellensohn, der Klubobmann der Rathaus-Grünen, zeigte sich überzeugt, dass die neuerliche Verschärfung hier einen weiteren Beitrag leisten werde.

Laut Rathaus kam es nach dem Verbot des kleinen Glücksspiels 2015 zu einer Verlagerung hin zu den Wetten. Illegale Wettlokale seien wie "Schwammerl aus dem Boden" geschossen, hieß es. Betrieben ohne Genehmigung wurde daraufhin der Kampf angesagt. Bisher wurden bereits mehr 466 illegale Wettautomaten und mehrere tausend Euro an Bargeld beschlagnahmt sowie 26 illegale Lokalitäten geschlossen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte