Wien Holding verzeichnete 2014 Rekordumsatz

Für die Wien Holding war 2014 ein gutes Jahr: Man könne sich über einen Rekordumsatz von 538,7 Millionen Euro freuen, gab Geschäftsführer Peter Hanke am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekannt. Das hat auch positive Auswirkungen auf die Wirtschaft: Wie eine aktuelle Studie auf Basis der Zahlen aus 2013 zeigt, generiert der Konzern rund 1,3 Mrd. Euro Wertschöpfung jährlich.

Zudem sichere die Holding, der beispielsweise der Hafen Wien oder die Wiener Standortentwicklungsgesellschaft WSE angehören, direkt und indirekt 16.590 Arbeitsplätze, wie Finanzstadträtin Renate Brauner (SPÖ) bei der Präsentation der Studie erklärte. Dabei bleiben - sowohl was die Wertschöpfung als auch was die Arbeitsplätze betrifft - rund zwei Drittel in der Bundeshauptstadt. Der Konzern ist damit für 1,2 Prozent der Wiener Gesamtwertschöpfung verantwortlich.

"Mehr als jeder zweite Euro, den die Wien Holding in Projekte investiert, kommt der Wiener Wirtschaft zugute", betonte Brauner, die die Studie auch nutzen wollte, um mit den Vorwürfen und "Grauslichkeiten" der "vereinigten Verschwörungstheoretiker", öffentliche Unternehmen seien intransparent, unwirtschaftlich und verfilzt, aufzuräumen. Denn die Wien Holding agiere privatwirtschaftlich und effizient, jedoch mit öffentlichem Auftrag.

Das bestätige auch der Rekordumsatz, betonte Hanke. Im Gegensatz zu 2013 habe man den Umsatz um 2,3 Prozent steigern können. Der Konzernbilanzgewinn betrage 400.000 Euro. Zudem investiere die Wien Holding kräftig: Alleine 2014 habe man 167 Mio. Euro ausgegeben, heuer sollen 156 Mio. in Projekte fließen. Wie die von "agnes streissler - wirtschaftspolitische projektberatung" durchgeführte Studie ergab, komme der größte Teil der Wien Holding-Wertschöpfung aus dem laufenden Betrieb, zusätzlich würden etwa alleine die Besucherströme der Stadthalle und der Vereinigten Bühnen Wien für knapp 115 Mio. Euro Bruttowertschöpfung pro Jahr sorgen.

Rund ein Drittel der volkswirtschaftlichen Effekte kommt aus dem Immobilienbereich, ein Viertel generiert der Kulturbereich, die Sparte Logistik zeichnet für ein weiteres Viertel verantwortlich, der Rest teilt sich auf die Geschäftsfelder Medien und Umwelt auf. Neben der Bundeshauptstadt profitieren auch Niederösterreich mit einer Wertschöpfung von mehr als 150 Mio. Euro sowie die anderen Bundesländer mit knapp 270 Mio. Euro. Zu den wichtigsten Projekten der vergangenen Jahre zählte Geschäftsführerin Sigrid Oblak etwa den Ausbau des Hafens Wien, den Wirtschaftspark Breitensee oder den Bürokomplex Star22 auf dem ehemaligen Waagner-Biro-Gelände.

Die Wien Holding vereint 75 Unternehmen mit rund 2.900 Beschäftigen unter ihrem Dach. Zu den wichtigsten Betrieben des Konzerns gehören der Hafen Wien, die Twin City Liner, die Messe Wien, der Stadt-TV-Sender W24, die Therme Wien, das Kunst Haus Wien, die Stadthalle oder die Vereinigten Bühnen Wien.

Der südafrikanische Steinhoff-Großaktionär Christo Wiese kappt nach seinem Rücktritt als Verwaltungsratschef weitere Verbindungen zu dem angeschlagenen Handelsriesen. Wiese sagte am Freitag den Verkauf der Einzelhandelskette Shoprite an Steinhoffs Afrika-Tochter STAR ohne Angabe von Gründen ab.
 

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Steinhoff-Großaktionär sagt Milliarden-Firmenverkauf ab

Der kriselnde Möbelhändler Steinhoff - Muttergesellschaft von Kika/Leiner - lässt seinen Ankündigungen Taten folgen und versilbert Anteile an der südafrikanischen Investmentgesellschaft PSG Group. So habe das Unternehmen 20,6 Millionen Aktien oder 9,5 Prozent der Anteile an PSG verkauft, teilte Steinhoff am Freitag mit.
 

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Steinhoff verkauft Anteile an südafrikanischer Investmentgesellschaft

Am Mittwoch ist die Air-Berlin-Tochter Niki pleitegegangen. Noch gibt es eine leise Hoffnung, die Firma zu erhalten. Unterdessen fischen Konkurrenten bereits nach den hoch qualifizierten Niki-Mitarbeitern. Und auch die Kunden können hoffen, dass sie nicht um ihr Geld umfallen. Die deutsche Regierung muss aber einen Teil ihres 150 Mio. Euro schweren Überbrückungskredits für Air Berlin abschreiben.
 

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Niki-Pleite - Chancen für Mitarbeiter und letzte Hoffnung für Firma