Wien Energie erzeugte im Halbjahr mehr Strom, Gewinn gestiegen

Die Wien Energie GmbH hat im ersten Halbjahr mehr Strom erzeugt und abgesetzt. Wegen der kälteren Witterung stiegen auch der Verkauf von Gas sowie Produktion und Absatz bei der Fernwärme. Der Gewinn ist im ersten Halbjahr gestiegen. Die Stromerzeugung erhöhte sich um 8 Prozent auf 2.486 Gigawattstunden (GWh).

Gründe dafür waren der Anstieg der Erzeugung aus erneuerbaren Energiequellen sowie eine höhere Produktion in den Gaskraftwerken, vor allem wegen des verstärkten Engpassmanagements, so Geschäftsführerin Susanna Zapreva. Beim Engpassmanagement sei die Zahl der Maßnahmen deutlich gestiegen. Erzeugt wird in den Gaskraftwerken (Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen) vor allem auch Fernwärme. Der Erneuerbaren-Anteil stieg trotz der höheren kalorischen Erzeugung von 16,6 auf 22,1 Prozent in der Stromerzeugung und bei der Fernwärme von 19,4 auf 23,4 Prozent. Der Stromabsatz legte um 3 Prozent auf 4.771 GWh zu. Die Stromerlöse sanken um 1,7 Prozent auf 517,4 Mio. Euro. Bei den Energiepreisen sieht Zapreva keine Anzeichen einer Trendwende.

Bei den Bürgerbeteiligungsprojekten werde der Schwerpunkt vermehrt auf Windkraft liegen. Zur Verfügung gestellt wurden bisher zwei Windräder: Die 5.000 Anteile an den zwei Windrädern im Windpark Pottendorf/Tattendorf seien binnen weniger Minuten ausverkauft gewesen. Bei den Bürger-Solarkraftwerken wurden laut Wien Energie 20 Kraftwerke mit 25.000 Paneelen in Betrieb genommen. An den Projekten beteiligt hätten sich insgesamt rund 5.500 Personen, die zusammen mehr als 20 Mio. Euro investierten. Die jährliche Vergütung lag zuletzt bei 2,25 Prozent.

Der Konzernjahresgewinn der für Produktion und Vertrieb zuständigen Wien Energie GmbH hat sich in den ersten sechs Monaten 2015 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 26,7 auf 83,8 Mio. Euro in etwa verdreifacht. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg von rund 26 Mio. Euro auf 84,5 Mio. Euro, gab die Geschäftsführung Mittwochabend vor Journalisten bekannt. Der Umsatz erhöhte sich um 2,2 Prozent auf 954,8 Mio. Euro. Als Gründe für die Ergebnisverbesserung nannte Geschäftsführer Peter Gönitzer den höheren Umsatz, günstigere Preise für den Fremdbezug von Energie, einen verstärkten Einsatz der Kraftwerke für das Engpassmanagement sowie die Effekte des Effizienzsteigerungsprogramms. Das Engpassmanagement habe im Halbjahr einen Umsatz von rund 10 Mio. Euro gebracht. Das Effizienzsteigerungsprogramm soll bis 2017 eine Ergebnisverbesserung von 86 Mio. Euro bringen. Die Zahl der Beschäftigten sank um 44 auf 2.693 Mitarbeiter, davon sind rund 650 Beamte.

Im Gesamtjahr wird das Ergebnis wegen des niedrigen Zinsniveaus aber durch höhere Pensionsrückstellungen belastet. Grund dafür ist eine Senkung des Kalkulationszinssatzes von zuletzt 2,5 Prozent für die mittelbaren Pensionsverpflichtungen für die ihr zugewiesenen Beamten. Die Höhe steht noch nicht fest, sie werde aber in einem spürbaren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen, so Gönitzer. An den Verpflichtungen ändere sich nichts, es handle sich um ein reines Bewertungsthema in der Bilanz, das unbar sei, betont die Wien Energie. Auch andere Unternehmen seien wegen der niedrigen Zinsen von der Rückstellungsthematik betroffen, nicht nur in Österreich. Die Zahl der Pensionisten beziffert die Wien Energie mit rund 980 Personen.

San Diego (Kalifornien) (APA/dpa) - Im Bemühen um mehr Sicherheit bei autonom fahrenden Autos fordert der Chiphersteller Qualcomm klare Vorgaben der Politik an Autobauer und Zulieferer. Dabei gehe es um den Einsatz von Technologien, damit Fahrzeuge verschiedener Hersteller miteinander kommunizieren können.
 

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Qualcomm-Vorstand: Politik muss Vorgaben machen für autonomes Fahren

Wien/Wels (APA) - KTM-Chef Stefan Pierer wird erneut ein freiwilliges Übernahmeangebot für den börsennotierten deutschen Autozulieferer SHW AG legen. Pierer ist bereits Hauptaktionär des Unternehmens. Das Erwerbsangebot an die SHW-Aktionäre diene dem strategischen Ausbau der bestehenden Beteiligung von 49,38 auf bis zu 75,1 Prozent, teilte die zur Pierer Industries AG zählende SHW Beteiligungs GmbH am Montag mit.
 

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KTM mit neuem Übernahmeangebot für deutsche SHW

Frankfurt (APA/Reuters) - Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret warnt vor einem Deregulierungswettlauf mit Großbritannien nach dem Brexit. "Manche britischen Politiker rechnen sich ja Vorteile im Wettbewerb der Finanzplätze aus. Einen Deregulierungswettbewerb hielte ich aber für äußerst gefährlich", sagte Dombret im Interview mit "Welt" (Montagausgabe) laut Vorabbericht.
 

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Bundesbanker warnt vor Deregulierungswettlauf nach dem Brexit