Wie die Vermessung von "Star Wars" der Wissenschaft helfen kann

Wie die Vermessung von "Star Wars" der Wissenschaft helfen kann

Das Universum von "Star Wars" geht weit über die Filme hinaus. Im Bild: Ein Comic, der die Geschichte weiter erzählt.

Forscher der ETH Lausanne haben mittels eines Softwarepakets das "Star Wars"-Universum quantifiziert. Die Studie dürfte sich als interessant für eine Reihe wissenschaftlicher Felder erweisen, die sich mit der Analyse "realer" Daten beschäftigen.

Eingefleischte "Star Wars"-Fans wissen, dass das von George Lucas geschaffene Universum weit über die sieben Filme hinaus reicht. Aber von diesen Ausmaßen dürfte der eine oder die andere doch überrascht sein: Mehr als 20.000 Charaktere in 640 Gesellschaften auf 294 Planeten haben Forschende der ETH Lausanne (EPFL) bilanziert, wie die Hochschule am Mittwoch mitteilte.

Abseits der Filme entwickelten Bücher und Videospiele die Geschichte weiter, fügten weitere Episoden hinzu und vergrößerten das "Star Wars"-Universum zunehmend. Für ihre Studie extrahierten die Forschenden um Kirell Benzi und Pierre Vandergheynst von der EPFL Daten von Hunderten von Websites des "Star Wars"-Wikipedia "Wookiepedia".

Software analysiert Online-Lexika

Obwohl sie sich um eine fiktive Welt dreht, ist die Studie keine reine Spielerei. Vielmehr sollte sie die Fähigkeiten des Softwarepakets demonstrieren, digitale Daten aus Online-Lexika zu extrahieren und zu analysieren. "Das Programm kartiert Verbindungen in der Masse unorganisierter Daten im Internet", erklärte Hauptautor Benzi in der Mitteilung.

Konfrontiert mit großen Datenmengen leistet die Software, was kein Mensch bewerkstelligen könnte: Sie sammelt Daten anhand von sehr präzisen Kriterien, stellt Verbindungen zwischen Datenpunkten her, quantifiziert und interpretiert sie und errechnet fehlende Informationen. In kürzester Zeit produziert sie daraus interaktive Grafiken.

Das Softwarepaket dürfte sich als sehr wertvoll für eine Reihe von wissenschaftlichen Disziplinen erweisen. Mit der zunehmenden Digitalisierung von Dokumenten und Archiven könnte es helfen, Wissenslücken in der Geschichtsforschung oder anderen Forschungsfeldern zu schließen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro