Wettlauf um Förderung der Hightech-Metalle Lithium und Kobalt

Berlin (APA/dpa) - Hersteller von Elektroautos und anderen Hightech-Produkten müssen sich weltweit auf eine steigende Knappheit der wichtigen Rohstoffe Lithium und Kobalt einstellen. Es drohen zwar keine unmittelbaren Engpässe, weil die Vorkommen den erwarteten Bedarf insgesamt noch übertreffen.

Das deutsche Öko-Institut etwa warnt aber vor zumindest "zeitweisen Verknappungen" - mehr Recycling kostbarer Rohstoffe könne das Problem mit entschärfen. International nimmt zudem der Wettbewerb um Zugang zu den zentralen Ressourcen zu.

Auch die deutsche Wirtschaft hatte jüngst betont, dass Risiken bei der Beschaffung bestehen. Das gelte auch für Graphit oder Mangan, ohne die es "keine Zukunftstechnologien "made in Germany"" geben könne. Die Deutsche Rohstoffagentur (Dera) erklärte, die Bundesrepublik sei bei Elektro-Auto-Rohstoffen völlig auf Importe angewiesen. Man muss jedoch unterscheiden zwischen den noch großen Vorkommen, den konkreten Fördermengen und dem industriellen Bedarf.

Lithium und Kobalt sind zwei der wichtigsten Rohstoffe für Batterien und damit entscheidend für den Durchbruch der vielerorts noch schleppenden Elektromobilität. Die beiden Metalle kommen aber auch in zahlreichen weiteren Hightech-Produkten vor.

Das chemische Element Lithium ist ein sogenanntes Alkalimetall, ähnlich wie Natrium oder Kalium. In Batterien ist es in geladener (ionisierter) Form wichtig für die Speicherung von Elektrizität. Der Lithium-Ionen-Akku bildet eine Basistechnologie vieler Anwendungen, auch bei Smartphones und Computern. Das Leichtmetall kommt meist in Verbindungen vor. Als schimmerndes "weißes Gold" wird Lithium im Bergbau gewonnen - vor allem in Südamerika, China und Australien.

Kobalt ist ebenfalls ein chemischer Grundstoff. Das Metall wirkt als guter Strom- und Wärmeleiter, auf der Erde tritt es vorwiegend in Erzen auf. In Akkus werden Sauerstoffverbindungen (Oxide) von Kobalt eingesetzt, weitere Substanzen dienen zum Färben. Auch Magneten in der Energietechnik enthalten kobalthaltige Substanzen. Wichtige Förderer sind der Kongo, weitere Länder Afrikas, China und Kanada.

Frankfurt/London/Brüssel (APA/Reuters) - Die Regierungskrise in Großbritannien hält Anleger von Engagements an den Aktienmärkten ab. Der Dax schloss am Freitag knapp im Minus mit 11.341 Punkten und auch der EuroStoxx50 gab auf 3184 Zähler nach. Auch die Wiener Börse hat knapp im Minus geschlossen. Der ATX fiel 1,01 Punkte oder 0,03 Prozent auf 3.134,10 Einheiten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones kam ebenfalls kaum vom Fleck.
 

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Brexit-Chaos macht Anlegern weiter zu schaffen

Washington (APA/Reuters) - Die US-Notenbank Fed steuert laut ihrem Vizechef Richard Clarida auf einen Zinssatz zu, der die Konjunktur weder hemmt noch fördert. Sich auf einem solchen "neutralen" Niveau zu bewegen, sei sinnvoll, sagte der Währungshüter am Freitag dem Sender CNBC. Er sei nicht der Meinung, dass die Erhöhungen der Fed zu weit gingen oder zu schnell vollzogen würden.
 

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Vizechef der US-Notenbank für Zinserhöhungen mit Augenmaß

Rom (APA) - Der italienische Premier Giuseppe Conte plant ein Treffen mit EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, um ihm zu erklären, warum Italien an seinem umstrittenen Haushaltsplan festhält. Anfang nächster Woche werde er Kontakt zu Juncker aufnehmen, berichtete Conte am Freitag im Gespräch mit Journalisten in Rom.
 

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Italien-Budget: Conte plant nächste Woche Treffen mit Juncker