Wertverfall des Rubel trieb Gewinn von Gazprom nach oben

Der Preisverfall des Rubel hat den Gewinn des russischen Energieriesen Gazprom nach oben getrieben. Unterm Strich erwirtschaftete der Staatskonzern nach eigenen Angaben vom Montag im ersten Quartal 382 Mrd. Rubel (5,44 Mrd. Euro) - ein Plus von 71 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte um sechs Prozent auf 1,6 Billion Rubel zu.

Die Zahlen von Gazprom wurden vor allem von der Abwertung des Rubel angetrieben, der Ende 2014 massiv an Wert verloren hatte.

Gazprom verkaufte in den Wintermonaten zwischen Jänner und März nach eigenen Angaben deutlich weniger Gas nach Europa als noch ein Jahr zuvor. Nach Europa gingen demnach 39,1 Milliarden Kubikmeter, gut 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auch nach Russland selbst und in frühere Sowjetstaaten wie die Ukraine lieferte Gazprom weniger Gas.

Der Staatskonzern sieht sich derzeit mehreren Herausforderungen gegenüber. Während die Europäische Union sich unabhängiger von russischem Gas machen will, stockt der von Gazprom betriebene Bau einer Gaspipeline durch die Türkei. Zudem steht der Konzern in Russland unter Druck: Dort fordert der Ölriese Rosneft von der Regierung, das Monopol Gazproms auf die Gasexporte aufzuheben - bisher erfolglos.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden