Werbeagentur Publicis will Digitalgeschäft mit Übernahme stärken

(APA/Reuters) - Nach der gescheiterten Fusion mit dem US-Rivalen Omnicom peilt die weltweit drittgrößte Werbeagentur Publicis eine Stärkung ihres Digitalgeschäfts mit einer anderen milliardenschweren Übernahme an. Der französische Konzern teilte am Montag mit, den US-Rivalen Sapient für 3,7 Mrd. Dollar (rund 3 Mrd. Euro) in bar kaufen zu wollen.

Die Amerikaner sind auf digitale Werbung spezialisiert und haben 2013 fast zwei Drittel ihres Umsatzes in Nordamerika erzielt. "Das wird Publicis Zugang zu neuen Märkten geben und neue Umsatzströme schaffen", erklärte Publicis-Chef Maurice Levy.

Im Mai war Publicis' Zusammenschluss mit Omnicom gescheitert, nachdem sich beide Unternehmen nicht auf die Details des 35-Milliarden-Dollar-Deals einigen konnten. Den Franzosen macht außerdem die Konkurrenz von Rivalen wie WPP und Interpublic zu schaffen.

Publicis zufolge bewertet das Offert Sapient mit 25 Dollar je Aktie, was einem Aufschlag von 44 Prozent auf den Schlusskurs von Freitag entspricht. Die Führungsgremien beider Unternehmen haben dem Geschäft zugestimmt. Die Transaktion soll voraussichtlich im ersten Quartal des kommenden Jahres abgeschlossen werden. Wann der Zukauf sich auch im Gewinn der Gruppe niederschlagen wird, teilte Publicis nicht mit. Allerdings rechnet das Unternehmen mit einem jährlichen Einsparpotenzial von 50 Mio. Euro.

Frankfurt (APA/dpa) - Die Deutschen werden trotz mageren Zinsen immer vermögender - zumindest in der Summe. Auf den Rekordwert von 5.977 Milliarden Euro stieg das Geldvermögen der privaten Haushalte im zweiten Quartal 2018, wie die Deutsche Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Das waren gut 80 Milliarden Euro mehr als in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres.
 

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Geldvermögen der Deutschen weiter gestiegen

Wien (APA) - Großbritannien wäre von einem Hard Brexit wirtschaftlich stärker negativ betroffen als die verbliebenen EU-27-Staaten. Zu diesem Ergebnis kommen der VWL-Professor Harald Oberhofer von der WU Wien und der VWL-Professor Michael Pfaffermayr von der Uni Innsbruck in einer Studie. Die Exporte Großbritanniens in die EU würden 2019 um 37 Prozent einbrechen, umgekehrt würde das minus 30 Prozent betragen.
 

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Hard Brexit - Austro-Ökonomen sehen mehr Negativfolgen für UK als EU

Wien (APA) - Die NEOS bleiben dabei: Sie werden heute im Verfassungsausschuss die Verankerung des Staatsziels Wirtschaft nicht mittragen, sondern die Vertagung verlangen, betonte Parteichefin Beate Meinl-Reisinger Mittwoch in einer Pressekonferenz. Sie "erwartet" Verhandlungen zur UVP-Novelle über die Streichung der - per Abänderungsantrag angehängten - "NGO-Schikane".
 

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Staatsziel Wirtschaft - NEOS lassen sich "nicht papierln"