Weltweite Nachfrage nach Gold im Sommer auf tiefstem Stand seit 2009

London (APA/AFP) - Die weltweite Nachfrage nach Gold ist im Sommer auf den tiefsten Stand seit acht Jahren gesunken. Grund seien vor allem die schwachen Verkäufe in Indien, teilte der Weltgoldrat am Donnerstag in London mit. Die Nachfrage nach Schmuck sank dort im dritten Quartal um 25 Prozent im Vorjahresvergleich, die nach Münzen und Barren um 23 Prozent.

Verantwortlich dafür ist die Bargeldreform in Indien, die Premier Narendra Modi vor einem Jahr zur Bekämpfung der Korruption gestartet hatte.

Die Nachfrage nach Gold weltweit ging den Angaben zufolge im dritten Quartal um neun Prozent auf 915 Tonnen im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres zurück. Die Verkäufe in Indien haben große Auswirkungen - das Land ist der zweitgrößte Abnehmer weltweit. Nummer eins ist China; hier legte die Nachfrage von Juli bis September kräftig zu. Auch in den USA kauften viele Menschen Gold: Mit knapp 27 Tonnen stieg die Nachfrage dort auf den höchsten Wert in einem dritten Quartal seit 2012.

Eine Feinunze des Edelmetalls kostete am Donnerstag 1.283,71 Dollar (1.107,60 Euro). Der Preis pendelt seit geraumer Zeit um diese Marke. Gold gilt als sichere Anlage. Der Kurs schwankte in den vergangenen Jahren allerdings teils erheblich. Zudem bringt das Edelmetall keine Zinsen.

Siemens liefert den ÖBB zur Verwendung ab 2022 neue Züge. Der Rahmenvertrag dazu war im Juli bekanntgeworden, nun sind alle Einspruchsfristen abgelaufen und der Deal ist fixiert. Bis zu 700 Waggons für die Personenbeförderung im Wert von bis zu 1,5 Mrd. Euro können die ÖBB in dem Vertrag abrufen. Gebaut werden die Wagen im Siemens-Werk in Wien.
 

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Neue Siemens Züge für ÖBB ab 2022 in Betrieb

Eine schwache Nachfrage nach Graphikkarten für die Erzeugung von Kryptowährungen wie Bitcoin stimmt den US-Konzern Nvidia vorsichtig. Der Umsatz im laufenden Quartal werde wohl bei 3,25 Mrd. Dollar (2,9 Mrd. Euro), plus/minus zwei Prozent, und damit unter den von Analysten im Schnitt geschätzten 3,34 Milliarden liegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.
 

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Chiphersteller Nvidia steigerte Umsatz

Mehr als 1.000 Mitarbeiter von Google haben in einem Brief Bedenken gegen die Rückkehr des Suchmaschinen-Giganten nach China angemeldet. Die zensierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "Dragonfly" (Libelle) werfe "dringende moralische und ethische Fragen auf", zitierte das US-Portal "The Intercept" am Donnerstag aus dem Schreiben an die Konzernführung, in dem auch mehr Informationen zu den Plänen gefordert werden.
 

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Protestbrief: Mitarbeiter von Google hinterfragen China-Pläne