Weltstahlverband will voestalpine-Chef Eder erneut als Präsidenten

Wien/Linz/Chicago - Der Weltstahlverband (World Steel Association) will voestalpine-Chef Wolfgang Eder (63) als Präsidenten wiederwählen. Der Generaldirektor des Linzer Konzerns sei im Zuge der worldsteel-Jahrestagung in Chicago erneut nominiert worden, teilte Unternehmenssprecher Peter Felsbach der APA mit. Die formelle Bestellung erfolge morgen. Eder ist damit der erste amtierende Präsident, der wiedergewählt wird.

Der laut Reglement als derzeitiger Vizepräsident ursprünglich designierte Nachfolger Eders, André Gerdau Johannpeter, CEO des brasilianischen Stahlherstellers Gerdau S.A., ließ sich laut voestalpine von der Nachfolge als Präsident entbinden, da er sich bis auf Weiteres voll und ganz auf die Herausforderungen des für ihn wichtigen brasilianischen Marktes konzentrieren möchte. Zum neuen Vizepräsidenten soll der Chef des US-Konzerns Nucor Corporation, John Ferriola, bestellt werden.

Der Chef der im weltweiten Vergleich kleinen oberösterreichischen voestalpine steht jedenfalls bis Oktober 2016 ein weiteres Jahr lang an der Spitze des internationalen Branchenverbandes. Eder ist bereits seit zwei Jahren im Präsidium der World Steel Association aktiv - zuerst war er ein Jahr lang Vizepräsident, dann ein Jahr lang Präsident.

Auf seine jetzige Funktionsperiode sollte dem bisher üblichen Prozedere des Verbandes folgend eigentlich ein weiters Jahr als Vizepräsident folgen. Noch nie in der fast fünfzigjährigen Geschichte des Verbandes wurde einem Präsidenten ein zweites Jahr in dieser Position zugebilligt - Eder ist der Erste.

"Natürlich freut man sich darüber, gleichzeitig ist es auch eine Auszeichnung für unser Unternehmen und ein Auftrag, in nicht ganz einfachen Zeiten die erfolgreiche Zusammenarbeit der worldsteel-Mitglieder im Rahmen des Verbandes konsequent fortzusetzen", so Eder. Die Ausrichtung auf Qualitäts- statt Massenprodukte werde für die gesamte Branche, insbesondere in den reiferen Volkswirtschaften, immer wichtiger. Als Weltstahlpräsident will er sich auf die drei Themenschwerpunkte globale Klimaschutzbemühungen, langfristiger Imagewandel der Branche und Lebenszyklus-Betrachtung des Werkstoffes Stahl als positives Abgrenzungskriterium gegenüber anderen Werkstoffen konzentrieren.

Die World Steel Association zählt den Angaben der voestalpine zufolge rund 170 Mitglieder - darunter 9 der 10 weltweit größten Stahlhersteller, nationale und regionale Stahlverbände und Forschungsinstitute. Der Verband repräsentiert etwa 85 Prozent der globalen Stahlproduktion. worldsteel wurde am 19. Oktober 1967 gegründet und hat den Hauptsitz in Brüssel und einen weiteren Sitz in Peking.

Paris (APA/Reuters) - Der französische Medienkonzern Vivendi taxiert den Wert seiner Tochterfirma Universal Music Group (UMG) auf mehr als 40 Milliarden Dollar (rund 34 Milliarden Euro). Er habe gerade in dieser Woche eine entsprechende Schätzung gesehen, sagte Vivendi-Chef Arnaud de Puyfontaine am Freitag auf einer Branchenkonferenz in Barcelona. Er gehe aber davon aus, dass der Wert noch darüber liege.
 

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Vivendi-Chef schätzt Wert der Musiksparte auf über 40 Mrd. Dollar

München (APA/dpa) - Es ist Tag eins nach der Hiobsbotschaft. Die Siemens-Mitarbeiter in Leipzig und Görlitz wissen seit weniger als 24 Stunden, dass ihre Werke mit zusammen 920 Arbeitsplätzen geschlossen werden sollen. Und in Erfurt steht das Generatorenwerk auf der Kippe. Doch statt resignierter Katerstimmung herrscht vor allem Wut.
 

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Unverständnis und Wut: Siemens-Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft

London/Göteborg (APA/dpa/AFP/Reuters) - Großbritannien und die Europäische Union geben die Hoffnung auf einen raschen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen noch nicht auf. Doch müsse London spätestens bis Anfang Dezember Zugeständnisse machen, sagte EU-Ratspräsident Donald Tusk am Freitag in Göteborg. Nur dann könne Mitte Dezember die zweite Verhandlungsphase eingeläutet werden.
 

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Warten auf Bewegung beim Brexit - EU präzisierte Frist für London