Weltmuseum Wien wird kleiner, Haus der Geschichte soll 2018 eröffnen

Wien - Das "Haus der Geschichte" wird Räumlichkeiten in der Neuen Hofburg beziehen und mit 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche 2018 eröffnen; die geplante Schaufläche des zum Weltmuseum Wien umgebauten Völkerkundemuseums reduziert sich im Gegenzug auf 3.900 Quadratmeter. Das sind die heute bekannt gegebenen aktuellen Museumspläne von Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) für den Wiener Heldenplatz.

Das Museum der verschiedenen Weltkulturen muss seinen geplanten Um- und Ausbau redimensionieren. Man verliert fünf Schausäle Richtung Burggarten, die vom ZOOM Kindermuseum bespielten Räume werden vermutlich ebenso nicht realisiert wie der als Schaudepot konzipierte "Korridor des Staunens". "Wir haben die Dauerausstellung komprimiert, aber vom Grundkonzept keine Abstriche gemacht", versicherte die Generaldirektorin des Kunsthistorischen Museums (KHM), Sabine Haag, nach dem Gespräch mit Ostermayer. Die Errichtungskosten sinken von 27,5 Mio. Euro auf 16,6 Mio. Euro, die Betriebskosten sollen aus der bisherigen Basisabgeltung des KHM-Museumsverbandes bestritten werden. Am Eröffnungstermin 2017 will man festhalten.

Die konkreten inhaltlichen Details zum geplanten Haus der Geschichte sind hingegen weiterhin offen. Ob etwa die beim Weltmuseum eingesparten knapp elf Millionen Euro ausreichen werden, das Museum zu errichten, in dem die Geschichte Österreichs ab 1848 gezeigt werden soll, soll sich erst bei den weiteren Gesprächen zeigen, an denen auch Vertreter von KHM, der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) und des Österreichischen Staatsarchivs teilnehmen werden. Bis März sollen verschiedene Finanzierungsvarianten geprüft werden. Dabei soll auch der von der ÖNB gewünschte Tiefspeicher in die Überlegungen aufgenommen werden.

"Mit der heutigen Entscheidung nutzen wir die einmalige Chance, die Situation am wohl geschichtsträchtigsten Ort der Republik neu zu gestalten", kommentierte Ostermayer gegenüber der APA die Pläne: "Dieser Platz ist mit seiner Geschichte und seiner Symbolkraft der beste Standort um Österreichs kulturelle, wirtschaftliche und soziale Geschichte in einem zeitgemäßen Rahmen zu vermitteln."

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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