Welthungertag - Kleinbauern überdurchschnittlich von Hunger betroffen

Köln (APA) - Kleinbauern produzierten weltweit zwar 70 Prozent aller Nahrungsmittel, seien aber überdurchschnittlich von Hunger betroffen. Das kritisierte die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN (FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk) anlässlich des Welthungertags, der am kommenden Montag begangen wird.

Die Organisation führt diese Diskrepanz auf systematische Menschenrechtsverletzungen an Kleinbauern und anderen Kleinproduzenten im Lebensmittelsektor zurück. Trotz Rekordernten und gefüllter Nahrungsmittelspeicher sei die Zahl der Hungernden im vergangenen Jahr auf 815 Millionen Menschen gestiegen.

"Dass sich trotz zunehmender Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln pro Kopf die Zahl der Hungernden seit Jahrzehnten kaum verringert hat, weist darauf hin, dass die wesentlichen Ursachen in systematischen Diskriminierungen beim Zugang zu Nahrung und Ressourcen zum Nahrungsmittelanbau liegen", erklärte Gertrud Falk von FIAN Deutschland am Freitag in einer Aussendung. "Kleinbauern werden weltweit in fast allen Ländern von der Politik benachteiligt."

Als Beispiele führte die Organisation die Agrarpolitik der Europäischen Union, von deren Förderung vor allem die Agrarindustrie profitiere, die internationalen Regeln für Saatgutrechte, die Züchtern Vorteile verschafften, sowie die zunehmende Landnahme durch Regierungen und Agrarkonzerne an. Besonders schwerwiegend seien die Folgen von Diskriminierungen in Ländern des Globalen Südens.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro