Welthungertag - Kleinbauern überdurchschnittlich von Hunger betroffen

Köln (APA) - Kleinbauern produzierten weltweit zwar 70 Prozent aller Nahrungsmittel, seien aber überdurchschnittlich von Hunger betroffen. Das kritisierte die internationale Menschenrechtsorganisation FIAN (FoodFirst Informations- und Aktions-Netzwerk) anlässlich des Welthungertags, der am kommenden Montag begangen wird.

Die Organisation führt diese Diskrepanz auf systematische Menschenrechtsverletzungen an Kleinbauern und anderen Kleinproduzenten im Lebensmittelsektor zurück. Trotz Rekordernten und gefüllter Nahrungsmittelspeicher sei die Zahl der Hungernden im vergangenen Jahr auf 815 Millionen Menschen gestiegen.

"Dass sich trotz zunehmender Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln pro Kopf die Zahl der Hungernden seit Jahrzehnten kaum verringert hat, weist darauf hin, dass die wesentlichen Ursachen in systematischen Diskriminierungen beim Zugang zu Nahrung und Ressourcen zum Nahrungsmittelanbau liegen", erklärte Gertrud Falk von FIAN Deutschland am Freitag in einer Aussendung. "Kleinbauern werden weltweit in fast allen Ländern von der Politik benachteiligt."

Als Beispiele führte die Organisation die Agrarpolitik der Europäischen Union, von deren Förderung vor allem die Agrarindustrie profitiere, die internationalen Regeln für Saatgutrechte, die Züchtern Vorteile verschafften, sowie die zunehmende Landnahme durch Regierungen und Agrarkonzerne an. Besonders schwerwiegend seien die Folgen von Diskriminierungen in Ländern des Globalen Südens.

London/Brüssel (APA/Reuters) - Britischen Fluggesellschaften droht der EU-Kommission zufolge bei einem Brexit ohne Übergangsvereinbarungen der Verlust sämtlicher Flugrechte in der Europäischen Union. Die Airlines hätten dann keine Lizenzen mehr für Verbindungen in die EU sowie innerhalb der Staatengemeinschaft, warnte die EU-Kommission am Dienstag in einer Mitteilung an sämtliche Fluggesellschaften.
 

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EU-Kommission warnt Britische Airlines vor Verlust von Flugrechten

Bellinzona (APA/sda) - Die am Regionalflugplatz Lugano operierende Darwin Airline ist endgültig bankrott und stellt den Betrieb ein. Das wurde am Nachmittag an einer Personalversammlung des Unternehmens deutlich, an der bereits ein Konkursbeamter beteiligt war.
 

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Darwin Airline bankrott und stellt Betrieb ein

Christian Keuschnigg, Professor für Nationalökonomie an der Universität St. Gallen und Leiter des Wirtschaftspolitischen Zentrums in Wien.

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