Weltbank erhöht Wachstumsprognose für Europa - Sorgen über US-Zinsen

Die Wirtschaft in der Eurozone erholt sich nach Einschätzung der Weltbank schneller als erwartet. Das Wachstum werde in diesem Jahr 1,5 Prozent betragen, errechnete die UN-Organisation in ihrer neuen globalen Konjunkturprognose. Sorgen macht sich das Institut um die Entwicklungs- und Schwellenländer.

Vor allem die bevorstehende Leitzinserhöhung in den USA könnte vielen große Probleme bereiten. Die Weltwirtschaft werde 2015 um 2,8 Prozent zulegen, erklärte die Weltbank. Im Jänner hatte sich noch ein Wachstum von drei Prozent erwartet. Damit revidierte sie ihre letzte Schätzung vom Jänner um 0,2 Prozentpunkte nach unten. Für 2016 und 2017 rechne sie mit einem Plus von 3,3 sowie 3,2 Prozent. Angetrieben werde die Konjunktur wieder mehr und mehr von den reichen Staaten. "Die Entwicklungsländer waren ein Motor des globalen Wachstums nach der Finanzkrise, aber jetzt müssen sie mit einem schwierigeren Umfeld zurechtkommen", sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim laut Mitteilung.

Die niedrigen Preise für Rohstoffe, vor allem für Erdöl, hätten die Exportländer mehr belastet als erwartet. Die Staaten sollten sich zudem auf eine Erhöhung der Zinsen durch die Fed einstellen, was die Kreditkosten vor allem für die Entwicklungsländer erhöhen dürfte. Angesichts dieser Aussicht habe die Weltbank das Warnschild "Bitte anschnallen!" eingeschaltet. Für die USA reduzierte die Weltbank ihre Wachstumserwartungen 2015 auf 2,7 von zuvor 3,2 Prozent.

In der Eurozone helfe der schwache Euro der Exportwirtschaft. Positiv wirke sich auch der sinkende Ölpreis aus, der zu mehr Konsumausgaben führe. Auch niedrige Zentralbankzinsen und eine bessere Kreditvergabe trügen zum Plus bei. Zuletzt waren die Weltbank-Ökonomen noch von 1,1 Prozent Wachstum ausgegangen. Im Vorjahr lag es bei 0,9 Prozent. Für 2016 rechnet der Entwicklungshelfer mit eine Plus in der Währungsunion von 1,8 Prozent. 2017 soll es bei 1,6 Prozent liegen.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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