Weltbank-Chef regt globalen Fonds zur Bekämpfung von Ebola an

(APA/AFP) - Angesichts der schleppenden internationalen Antwort auf die Ebola-Krise in Westafrika hat Weltbank-Chef Jim Yong Kim einen globalen Nothilfefonds zur Bekämpfung von Epidemien angeregt.

Die Welt habe den Internationalen Währungsfonds (IWF) für den Einsatz bei Finanzkrisen, sagte Kim bei der Herbsttagung von IWF und Weltbank am Freitag in Washington. "Wenn es dagegen um Gesundheits-Notfälle geht, dann ist unser institutioneller Instrumentenkasten leer." Derzeit gebe es keine Einrichtung, die bei Epidemien den betroffenen Ländern finanziell und beratend zügig zur Seite stehen könne.

Die internationale Gemeinschaft habe "spät, unzureichend und langsam" auf den Ebola-Ausbruch in Westafrika reagiert, kritisierte Kim. Die Weltbank wolle daher gemeinsam mit dem IWF, den Vereinten Nationen und den regionalen Entwicklungsbanken Vorschläge für einen Anti-Epidemie-Fonds entwickeln, um künftigen Krisen besser zu begegnen.

Nach neuen Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind in Westafrika bereits mehr als 4.000 Menschen an Ebola gestorben. Insgesamt infizierten sich mehr als 8.300 Patienten mit dem gefährlichen Virus. Besonders betroffen sind Liberia, Guinea und Sierra Leone.

Die UNO hatte den Hilfsbedarf für die Ebola-Länder im vergangenen Monat auf eine Milliarde Dollar (780 Millionen Euro) beziffert. Bisher habe die internationale Gemeinschaft erst rund ein Viertel des Geldes bereitgestellt, sagte der stellvertretende UNO-Generalsekretär Jan Eliasson am Freitag in New York. "Wir brauchen mehr. Wir brauchen viel mehr." Eliasson appellierte auch an Ärzte, Krankenschwestern und anderes medizinisches Personal, sich freiwillig für die Arbeit in den geplanten Behandlungszentren in Westafrika zu melden.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro