Wells Fargo zahlt Milliardenstrafe für Hypotheken-Tricksereien

Die US-Justiz lässt bei der Aufarbeitung der Finanzkrise nicht locker. Nun akzeptiert die US-Großbank Wells Fargo im Konflikt mit mehreren Behörden eine Vergleichszahlung von 1,2 Mrd. Dollar (1,1 Mrd. Euro), wie das Institut am Mittwoch in San Francisco mitteilte.

Da die Bank nicht für die gesamte Buße Rückstellungen gebildet hatte, sinkt der Gewinn für 2015 um 134 Mio. Dollar. Unter dem Strich hatte das Institut für 2015 einen Gewinn von gut 23 Mrd. Dollar gemeldet.

Wells Fargo war vor vier Jahren von der US-Regierung wegen der laxen Vergabe von Immobilienkrediten, die von der staatlichen Wohnungsbaubehörde FHA abgesichert worden waren, verklagt worden. Die Bank soll wie viele andere Institute die Behörde dabei über die tatsächliche Kreditwürdigkeit der Schuldner getäuscht haben. Viele dieser wackeligen Kredite konnten in der Zeit der Finanzkrise nicht bedient werden, und der Staat musste für die Verluste aufkommen.

In den vergangenen Jahren hatte sich die FHA bereits mit der Bank of America, Citigroup und JPMorgan auf Vergleiche in ähnlichen Fällen geeinigt. Viele Banken haben inzwischen auf die Strafen reagiert und vergeben kaum noch von der FHA abgesicherte Kredite. Von dem staatlichen Programm sollten ursprünglich gerade Immobilienkäufer mit einem geringen Einkommen profitieren, die sich zum ersten Mal ein Haus zulegen wollten.

Steyr Motors fährt in die Pleite - und will neu durchstarten

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

Wirtschaft

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro