Weiterer Wechsel im Aufsichtsrat von Kika/Leiner-Mutter Steinhoff

Stellenbosch/Sandton (APA/dpa) - Beim kriselnden Möbelhändler Steinhoff, Mutterkonzern von Kika und Leiner in Österreich, dreht sich das Personalkarussell an der Konzernspitze weiter: Jayendra Naidoo zieht sich mit sofortiger Wirkung aus dem Aufsichtsrat des Konzerns zurück, um sich auf seine Aufgaben im Führungsgremium der börsennotierten Afrika-Tochter Star zu konzentrieren.

Über einen Nachfolger werde zu gegebener Zeit entschieden, teilte Steinhoff am Donnerstag im südafrikanischen Stellenbosch mit. Der Posten soll mit einem unabhängigen Mitglied besetzt werden; Kandidaten würden nun angesprochen.

Steinhoff steckt wegen eines Bilanzskandals in einer tiefen Krise. Die Liste der Personalwechsel wird dabei immer länger. Zu Jahresanfang tauschte der Ikea-Rivale seinen Finanzchef Ben la Grange gegen Philip Dieperink aus. Zuvor musste bereits Chef Markus Jooste gehen. Der südafrikanische Geschäftsmann und Hauptaktionär Christo Wiese schied aus dem Aufsichtsrat aus, den er führte. Der derzeitige amtierende Vorstandschef Danie van der Merwe ringt mit Geldgebern um die weitere Finanzierung.

Auch der Aufsichtsrat hat inzwischen eine neue Chefin: Die gelernte Investmentbankerin Heather Sonn übernahm das Amt von Wiese. Sie betonte nun, dass die Afrika-Tochter Star weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Konzerngruppe bleiben werde. Steinhoff hatte das Afrika-Geschäft erst im vergangenen Jahr an die Börse in Johannesburg gebracht. Es sei nun wichtig, dass sich das dortige Management-Team auf die Belange von Star konzentriere, so Sonn.

Wien (APA) - Die Reform der Staatsholding ÖBIB, die per 1. Jänner 2019 zur ÖBAG werden soll, hat am Mittwoch den Ministerrat passiert. Die ÖBAG wird nicht nur die Staatsanteile an OMV, Telekom, Post und Casinos verwalten. Dazu kommt noch die BIG. Zudem übernimmt die ÖBAG die Verwaltung der Anteilsrechte des Bundes am Verbund, dessen Anteile de jure aber beim Finanzministerium bleiben. Von der AK kommt Kritik.
 

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ÖBIB wird zu ÖBAG: Gesetz passierte Ministerrat - AK-Kritik

Frankfurt am Main (APA/dpa) - Deutsche Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern einer Studie zufolge vergleichsweise selten Aktienbeteiligungen an. "Unser Ziel ist es, Mitarbeiteraktien aus dem Nischendasein, das sie in Deutschland führen, herauszuholen", sagte die Chefin des Deutschen Aktieninstituts (DAI), Christine Bortenlänger, am Mittwoch in Frankfurt. Es sei eine bessere Förderung notwendig.
 

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Mitarbeiter-Aktien fristen "Nischendasein" in Deutschland - Studie

Wien (APA) - Die Wiener Marinomed Biotech AG, die sich gerade am Weg in den Prime Market der Wiener Börse befindet, hat die ehemalige SPÖ-Spitzenpolitikern und Siemens-Top-Managerin Brigitte Ederer neu in den Aufsichtsrat berufen.
 

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Brigitte Ederer zieht in den Aufsichtsrat der Marinomed Biotech ein