Weiterer Stellenabbau bei Sony DADC im Bundesland Salzburg

Rund 30 Mitarbeiter und 40 Leiharbeiter müssen voraussichtlich mit Jahresende gehen. Der Bereich Verpackung kommt nach Pilsen in Tschechien.

Anif/Thalgau. Beim Salzburger CD-Hersteller Sony DADC steht ein weiterer Stellenabbau ins Haus: Das Unternehmen wird nach der Hochsaison - voraussichtlich Ende des Jahres - rund 30 Mitarbeiter kündigen. Zudem werden die Verträge für rund 40 Leiharbeiter nicht weiterverlängert, teilte Sony DADC am Donnerstagnachmittag auf APA-Anfrage mit. Die Mitarbeiter sind heute über die Maßnahme informiert worden.

Begründet werden die neuerlichen Kündigungen mit dem sich ändernden Medienkonsum, der sich immer mehr von physischen zu digitalen Formaten verlagere. "Sony DADC antwortet mit einer weiteren Anpassung, um die Position als führender Anbieter in der Herstellung und Distribution von Unterhaltungsmedien weiter zu stärken", hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. Konkret bedeutet das, dass die zurzeit noch im Werk in Thalgau (Flachgau) durchgeführten Dienstleistungen im Bereich der Verpackung an den Standort im tschechischen Pilsen verlagert werden. Sony kündigte an, man werde mit dem Betriebsrat "ein Paket sozialer Absicherungsmaßnahmen" verhandeln.

Das Unternehmen spürt bereits seit Jahren den weltweiten Rückgang der Nachfrage an Speichermedien (CDs, DVDs Blu-Ray Discs): 2012 wurden in zwei Wellen fast 200 fixe Mitarbeiter und 120 Leiharbeiter auf die Straße gesetzt. Sony bündelte die Produktion der DVDs und Blu-ray Discs, die bisher an den Standorten Anif und Thalgau erzeugt wurden, im Werk Thalgau. Sony DADC in Anif blieb Standort für BioSciences, digitale Dienste, IT, Entwicklung und Headquarter. Nach den bevorstehenden Kündigungen wird das Unternehmen in Salzburg noch etwa 840 Mitarbeiter beschäftigen.

Das Werk Thalgau bleibe weiterhin zentraler Europa-Standort für CDs, DVDs und Blu-Ray Discs von Sony DADC, sagte Dietmar Tanzer, seit Monatsbeginn Chef von Sony DADC International, im APA-Gespräch. Der Bereich Verpackung sei nach den heute angekündigten Kündigungen aber zur Gänze im Pilsen gebündelt.

Die Entwicklung hin zu digitalen Medien habe zur Folge, dass der Markt für Datenträger jährliche Rückgänge von 20 Prozent verzeichnen müsse. Sony DADC könne zwar einen Teil davon abfedern, etwa durch Kostenreduktionen, "kontinuierliche Anpassungen sind aber weiterhin nötig", sagte Tanzer.

Ein Ende der physischen Speichermedien sieht Tanzer aber noch nicht: "CDs, DVDs und Blu-Ray Discs wird es noch für viele, viele Jahre geben." Vor allem im oberen Gigabyte-Bereich sieht er noch länger Bedarf. Und bei den CDs habe sich der Rückgang zuletzt zumindest verlangsamt. Zurzeit beschäftigt das Unternehmen in Salzburg noch 840 Mitarbeiter (inklusive Leiharbeiter), nach dem angekündigten Personalabbau seien es noch rund 770, sagte der Firmenchef. Rund 100 davon sind nach seinen Angaben im Bereich BioScience tätig, der Rest im Disc-Bereich.

Washington (APA/dpa-AFX) - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend weiter gesunken und auf den tiefsten Stand seit fast 50 Jahren gefallen. Die Anträge gingen um 8.000 auf 207.000 zurück, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. So niedrig war die Zahl der Erstanträge zuletzt im Dezember 1969.
 

Newsticker

US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf tiefstem Stand seit 1969

Wien/Linz (APA) - Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) hat im Korruptionsprozess rund um die Privatisierung der Bundeswohnungen und den Linzer Terminal Tower erneut sein Handeln verteidigt. Die Vergabe der Bundeswohnungen sei korrekt, transparent und ein Erfolg für die Republik gewesen. Aber bei der ersten Einvernahme sah Grasser noch eine "katastrophale Optik" durch das Provisionsgeschäft bei der Buwog.
 

Newsticker

Grasser-Prozess - Grasser verteidigt Vergabe, "Optik katastrophal"

Frankfurt/Wolfsburg (APA/Reuters) - Die Kernmarke Volkswagen des VW-Konzerns soll nach dem Willen von Konzernchef Herbert Diess schon vier bis fünf Jahre früher als bisher geplant eine Rendite von sechs Prozent erreichen. Spätestens 2021 wolle Diess die Marke von sechs statt der bisher bis dahin angestrebten vier Prozent Gewinn vom Umsatz schaffen, berichtete das "Manager Magazin" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen.
 

Newsticker

Magazin: VW-Chef will höhere Rendite bei VW früher erreichen