Weitere Hochegger-Firma in Konkurs

Eine weitere Firma des früheren Lobbyisten Peter Hochegger ist nun in Konkurs. Wie der Gläubigerschutzverband AKV Europa mitteilt, wurde heute, Dienstag, am Handelsgericht Wien das Konkursverfahren über die Sicon Energy Projektentwicklung GmbH eröffnet. Peter Hochegger firmiert dort als Geschäftsführer.

Die Sicon Energy ist eine Tochterfirma der ebenfalls insolventen Hochegger-Firma Sicon Unternehmensberatung- und Beteiligung GmbH (früher Valora Unternehmensberatung und -beteiligung AG). Die Valora war im Zuge der Korruptionsermittlungen rund um die Buwog und die Telekom Austria zu trauriger Berühmtheit gekommen, sie soll als Vehikel für Schmiergeldzahlungen gedient haben.

Bei der Sicon Energy handelt es sich laut AKV um eine reine Projektgesellschaft ohne Mitarbeiter. Unternehmensgegenstand ist die Unternehmensberatung, die Entwicklung von Ökostromprojekten, vornehmlich im Bereich Windenergie sowie die Vermarktung, Vermittlung und Verwertung von Kraftwerken, insbesondere die Beteiligung an Projektgesellschaften in Rumänien, Bulgarien und Slowakei. Nach derzeitigem Kenntnisstand sei die Sicon Energy schon längere Zeit nicht mehr operativ tätig.

Liquide Mittel seien nicht vorhanden, allerdings gebe es Verbindlichkeiten gegenüber der Finanz und diversen Investoren. Das Abgleiten in die Insolvenz sei vor allem darauf zurückzuführen, dass offene Forderungen gegenüber einem Geschäftspartner nicht eingebracht werden konnten. Zur aktuellen Vermögenssituation liegen dem AKV derzeit keine genauen Informationen vor.

Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Nikolaus Vogt bestellt. Forderungen können bis zum 23. April beim Handelsgericht Wien angemeldet werden, die Prüfungstagsatzung ist für 7. Mai anberaumt.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht