Weinausfuhren 2014 erneut gestiegen - Neuntes Exportplus in Folge

Österreichs Weinexporte eilen von Rekord zu Rekord. Seit 2006 sind die Ausfuhren der heimischen Winzer jedes Jahr wertmäßig gestiegen. Laut den vorläufigen Exportzahlen der Statistik Austria wuchsen die Ausfuhren im vergangenen Jahr um 5,2 Prozent auf 146 Mio. Euro, die Menge erhöhte sich um 6,4 Prozent auf 49,9 Mio. Liter.

Damit sank der Durchschnittspreis pro Liter im Export leicht von 2,96 Euro im Jahr 2013 auf 2,93 Euro im Jahr 2014. Zum Vergleich: Der Durchschnittspreis lag 2003 nur bei 0,83 Euro. Österreichs Weinexporte haben sich damit im vergangenen Jahrzehnt vom "Billigsdorfer"-Preissegment - vor allem im Hauptexportmarkt Deutschland - hin zu höherer Qualität und besserer Wertschöpfung entwickelt.

Deutschland blieb im Jahr 2014 mit 55 Prozent Export-Wertanteil weiterhin der wichtigste Markt und die österreichischen Weinbauern verzeichneten dort ein Plus von 5,3 Prozent auf 36 Mio. Liter und 2,7 Prozent auf 79,9 Mio. Euro. Die Exportmenge in die Schweiz und Liechtenstein als zweitwichtigster Markt erhöhten sich um 7,8 Prozent auf 2,5 Mio. Liter, die Erlöse blieben mit 15 Mio. Euro stabil. In die USA gab es ein Exportplus um 15 Prozent auf 9,3 Mio. Euro.

Deutliche Umsatz-Zuwächse im Weinexport - wenn auch auf niedrigem Niveau - wurden in Ländern wie den Niederlande (+26 Prozent), Belgien (+24 Prozent), Vereinigten Königreich (+14 Prozent) und China (+31 Prozent) verzeichnet. Diese Länder fielen für die österreichischen Winzer vor zehn Jahren noch in die Kategorie "unter ferner liefen". "In all diesen Ländern haben wir es durch konsequente Arbeit geschafft, eine effiziente Distribution aufzubauen", kommentierte Willi Klinger, Geschäftsführer der Österreich Wein Marketing (ÖWM), die aktuellen Weinexportzahlen. Diese Länder würden neben den Hauptexportmärken weiter wachsen und in Zukunft eine immer größere Rolle spielen.

Trotz Polit-Streit mit Russland sind die Weinexporte 2014 in die Russische Föderation auf niedrigem Niveau um 22 Prozent auf 357.000 Euro gestiegen. Die Zahlen sind aber mit Vorsicht zu genießen: Es könnten nur Exporte ausgewiesen werden, wenn die Ware und die Papiere direkt von Österreich nach Russland gehen würden, hieß es von der ÖWM auf APA-Anfrage. Dies sei jedoch in vielen Fällen nicht der Fall, da viel über andere Märkte exportiert werde und von da nach Russland importiert werde.

Das Ziel der Österreich Wein Marketing einen Exportwert jenseits der 180 Mio. Euro-Marke zu erreichen, rückt immer näher. Exporterfolge in Nachbarmärkten wie Italien, Slowakei, Polen und Kroatien, aber ebenso Bulgarien, Rumänien und dem Baltikum würden für die Zukunft weiteres Potenzial für den österreichischen Wein bedeuten. "Deshalb wäre es in der jetzigen Situation wichtig, endlich wieder einmal eine mengenmäßig überdurchschnittliche Ernte mit mehr als 250 Mio. Liter einzufahren", so Klinger.

New Brunswick (New Jersey) (APA/dpa) - Johnson & Johnson (J&J) hat auch im zweiten Quartal vor allem von seinem Pharmageschäft profitiert. Hinzu kamen auch günstige Wechselkurse. Wie der Hersteller von Medizintechnik, Konsumgütern und Pharmazeutika am Dienstag mitteilte, stieg der Umsatz im zweiten Quartal um 10,6 Prozent auf knapp 21 Mrd. US-Dollar (rund 18 Mrd. Euro).
 

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Johnson & Johnson wächst vor allem dank Pharmageschäfts

Wien (APA) - Der heimische Markt für Elektro- und Hybridfahrzeuge ist im ersten Halbjahr 2018 deutlich weniger stark gewachsen als in der ersten Jahreshälfte des Vorjahres. Nachdem die Verkäufe in den ersten sechs Monaten 2017 um rund 70 Prozent gestiegen waren, legten sie im ersten Halbjahr 2018 nur noch um ein Fünftel zu, zeigt eine Auswertung der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY).
 

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Trotz Diesel-Schwäche - Wachstum bei E-Autos verlangsamt sich

Wien/Linz (APA) - Die Einvernahme des Hauptangeklagten Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (FPÖ/ÖVP) im Korruptionsprozess rund um die Buwog-Privatisierung und den Linzer Terminal Tower hat sich heute, Dienstagvormittag, auf Grassers Geldgeschäfte rund um 500.000 Euro konzentriert. Grasser gibt an, er habe das Geld von seiner Schwiegermutter zur Veranlagung bekommen.
 

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Grasser-Prozess - Richterin forscht zu Geldgeschäften Grassers nach