Peking rügt Unternehmen, die Taiwan als Land bezeichnen

Peking (APA/dpa) - China hat eine Reihe ausländischer Unternehmen ermahnt, weil sie auf ihrer Website Taiwan als eigenständiges Land aufgeführt haben. Die Führung in Peking betrachtet die demokratische Inselrepublik nur als abtrünnige Provinz und behandelt Taiwanesen häufig einfach wie eigene Staatsbürger.

Der Einzelhändler Zara sowie der Medizintechnik-Konzern Medtronic wurden aufgefordert, die Inhalte ihrer Websites zu ändern und eine öffentliche Entschuldigung zu veröffentlichen, wie die Cyber-Aufsicht in Shanghai mitteilte.

Auch die chinesische Luftfahrtbehörde schaltete sich ein und forderte die Fluggesellschaft Delta auf, entsprechende Hinweise auf der Website des Unternehmens zu ändern. Alle ausländischen Fluggesellschaften, die Strecken nach China betreiben, müssten zudem "unverzüglich eine umfassende Untersuchung ihrer Websites und Apps durchführen und sich strikt an die Gesetze und Vorschriften halten, um ähnliche Vorfälle zu verhindern", teilte die Behörde mit.

Anfang der Woche rügte Peking bereits die Hotelkette Marriott, nachdem das Unternehmen einen Fragebogen auf Chinesisch herausgab, in dem sie ihre Kunden aufforderte, ihr "Land" entweder als chinesisches Festland, Tibet, Macao, Hongkong oder Taiwan zu identifizieren.

Frankfurt (APA/Reuters) - Börsianer dürften in der neuen Woche bange Blicke nach Frankfurt werfen. Dort entscheidet die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag über ihren weiteren geldpolitischen Kurs und hat damit auch das Wohl und Wehe des Aktienmarktes in der Hand. Erwartungen, dass die Zentralbank bald die Zinsen erhöht, hatten den Euro zuletzt auf ein Drei-Jahres-Hoch getrieben und den Dax zeitweise ausgebremst.
 

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EZB-Chef Draghi hält die Anleger in Atem

Bochum/Essen (APA/Reuters) - Thyssenkrupp-Gegner und -Befürworter haben sich anlässlich der Haufversammlung von Thyssenkrupp wegen der Zerschlagung des Mischkonzerns nichts geschenkt. Wie erwartet gab es scharfe Kritik von Investoren am Kurs von Vorstandschef Heinrich Hiesinger, der kein Freund einer Aufspaltung ist.
 

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Heftiger Schlagabtausch der Investoren auf Thyssen-HV

München (APA/Reuters) - Nach Schätzungen von Versicherungsmathematikern kommen auf die Assekuranz nach dem Orkan "Friederike" in Deutschland Zahlungen von rund 800 Mio. Euro zu. Das ergebe sich aus dem Modell, mit dem die Kölner Beratungsgesellschaft Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) die Kosten von Stürmen in Deutschland berechnet, erklärte Versicherungsmathematiker Onnen Siems am Freitag.
 

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"Friederike" verursacht 800 Millionen Euro Schaden