Weidmann: EZB-Anleihenkäufe relativ rasch beenden

Wien (APA) - Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, fordert ein relativ rasches Ende der Anleihenkäufe durch die Europäischen Zentralbank (EZB), "ohne dass dies zu Verwerfungen an den Finanzmärkten führt".

"Mittelfristig muss die Geldpolitik, im Einklang mit dem Preisausblick, normalisiert und so geldpolitischer Handlungsspielraum zurückgewonnen werden", sagte Weidmann am Montag in Wien laut Redetext anlässlich der Überreichung des Großen Goldenen Ehrenzeichens mit Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP).

Das Ziel eines krisenfesten Ordnungsrahmens für die Währungsunion werde sich nur mittel- bis langfristig erreichen lassen, wenngleich Weichen schon zügiger gestellt würden, so Weidmann, der als potenzieller Nachfolger des derzeitigen EZB-Präsidenten Mario Draghi im Gespräch ist.

Die asymmetrische Konstruktion der Währungsunion - gemeinsame, einheitliche Geldpolitik bei zugleich nationaler Souveränität in der Finanzpolitik - habe sich als anfällig für Fehlentwicklungen und Krisen erwiesen. Die Bereitschaft, nationale Souveränität zu europäisieren, sei aber nach wie vor sehr gering. "Bis auf Weiteres wird es daher bei dieser Asymmetrie bleiben, und es gilt Wege zu finden, wie die Währungsunion auch in diesem Rahmen noch stabiler werden kann", so Weidmann.

Peking (APA/dpa) - Vor dem Hintergrund des Handelskonflikts zwischen China und den USA hat in Peking am Montag der jährliche EU-China-Gipfel begonnen. Im Mittelpunkt der Beratungen von EU-Spitze und der chinesischen Führung stehen die Sorgen vor einem Handelskrieg, die stockenden Verhandlungen über ein Investitionsschutzabkommen, die Forderung der EU nach mehr Marktöffnung in China sowie die geplante Reform der Welthandelsorganisation (WTO).
 

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EU-China-Gipfel berät über Handelskonflikt und Investitionsabkommen

Peking (APA/Reuters/dpa) - In China hat sich das Wirtschaftswachstum leicht abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft legte im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,7 Prozent zu, wie am Montag vorgelegte offizielle Daten zeigen. Mit dieser Rate hatten Volkswirte auch gerechnet.
 

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Chinas Wirtschaftswachstum schwächt sich etwas ab

Peking (APA/dpa) - Erstmals seit Jahren haben die EU und China in Handelsfragen wieder Fortschritte gemacht. Vor dem Hintergrund eines drohenden Handelskrieges mit den USA gaben beide auf ihrem Gipfel am Montag in Peking den seit vier Jahren nur langsam vorankommenden Verhandlungen über ein Investitionsabkommen neuen Schwung.
 

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EU und China machen erstmals wieder Fortschritte in Handelsfragen