Weidmann: EZB-Anleihenkäufe relativ rasch beenden

Wien (APA) - Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, fordert ein relativ rasches Ende der Anleihenkäufe durch die Europäischen Zentralbank (EZB), "ohne dass dies zu Verwerfungen an den Finanzmärkten führt".

"Mittelfristig muss die Geldpolitik, im Einklang mit dem Preisausblick, normalisiert und so geldpolitischer Handlungsspielraum zurückgewonnen werden", sagte Weidmann am Montag in Wien laut Redetext anlässlich der Überreichung des Großen Goldenen Ehrenzeichens mit Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP).

Das Ziel eines krisenfesten Ordnungsrahmens für die Währungsunion werde sich nur mittel- bis langfristig erreichen lassen, wenngleich Weichen schon zügiger gestellt würden, so Weidmann, der als potenzieller Nachfolger des derzeitigen EZB-Präsidenten Mario Draghi im Gespräch ist.

Die asymmetrische Konstruktion der Währungsunion - gemeinsame, einheitliche Geldpolitik bei zugleich nationaler Souveränität in der Finanzpolitik - habe sich als anfällig für Fehlentwicklungen und Krisen erwiesen. Die Bereitschaft, nationale Souveränität zu europäisieren, sei aber nach wie vor sehr gering. "Bis auf Weiteres wird es daher bei dieser Asymmetrie bleiben, und es gilt Wege zu finden, wie die Währungsunion auch in diesem Rahmen noch stabiler werden kann", so Weidmann.

London (APA/Reuters/dpa) - Einen Tag nach dem von Konfrontation geprägten EU-Gipfel in Salzburg hat die britische Premierministerin Theresa May Härte demonstriert und von Brüssel neue Brexit-Vorschläge gefordert. Die Verhandlungen seien in einer Sackgasse. "Ich habe die EU immer mit Respekt behandelt. Großbritannien erwartet dasselbe", sagte May in ungewöhnlich scharfen Worten am Freitag in London.
 

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May demonstriert nach EU-Gipfel Härte in Brexit-Gesprächen

Wien/Stuttgart (APA) - "Wir müssen ein anderes Denken üben", so der Appell von Eckhard Minx, Zukunftsforscher und Vorstandssprecher der "Daimler und Benz Stiftung" beim heutigen "Deutsch-Österreichischen Technologieforum" in Wien. Die Menschen hätten das "Trugbild der Beständigkeit" im Kopf, dabei stehe die Gesellschaft vor einem grundsätzlichen Wandel. "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami", so Minx.
 

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Zukunftsforscher: "Digitalisierung ist so was wie ein Tsunami"

Wien (APA) - Zahlreiche Missstände hat der Rechnungshofbericht zur bereits aufgelösten Bundesanstalt für Verkehr (BAV) zutage gebracht. Nachdem der RH die Staatsanwaltschaft eingeschaltet hat, wird gegen drei Beschuldigte wegen Amtsmissbrauch und Untreueverdacht ermittelt. So sollen Millionen zu viel überwiesen worden sein, knapp 350.000 Euro ohne Gegenleistung gezahlt und Untersuchungsberichte nie veröffentlicht worden sein.
 

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Bundesanstalt für Verkehr: Amtsmissbrauch- und Untreueverdacht