Weidmann - Abkehr von ultralockerer Geldpolitik wird langsam sein

Berlin/Frankfurt (APA/Reuters) - Der Präsident der deutschen Bundesbank, Jens Weidmann, rechnet nur mit einer langsamen Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik im Euroraum. Dieser Normalisierungsprozess werde wahrscheinlich in den nächsten Jahren nur graduell verlaufen, sagte Weidmann am Donnerstag in Berlin beim Verein der ausländischen Presse in Deutschland (VAP) laut Redetext.

Die Anleihenkäufe zu beenden sei lediglich der erste Schritt. "Daher war es wichtig, den Beginn dieses Prozesses nun auch tatsächlich anzukündigen und nicht unnötig hinauszuzögern." Die nächsten Schritte würden von der Konjunktur- und Preisentwicklung abhängen. Es gehe auch um den Handlungsspielraum, den die Geldpolitik habe.

Die EZB hatte in Aussicht gestellt, ihre inzwischen auf 2,6 Billionen Euro angelegten Anleihenkäufe bis Jahresende einzustellen. Weidmann stand den Käufen stets kritisch gegenüber. Ihre Leitzinsen will die EZB noch bis mindestens über den Sommer 2019 hinweg nicht antasten. Sie hält den Schlüsselsatz seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

In seiner Rede ging Weidmann nicht auf einen Bericht des "Handelsblatt" ein, wonach Bundeskanzlerin Angela Merkel ihre Prioritäten bei den 2019 anstehenden Neubesetzungen von europäischen Spitzenämtern geändert hat. Dem Bericht zufolge will Merkel lieber die Position des EU-Kommissionschefs mit einem Deutschen besetzen anstatt Weidmann ins Rennen um den EZB-Chefposten zu schicken. Die Bundesbank hatte eine Stellungnahme dazu abgelehnt.

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EZB-Chef Draghi: Über Reformen und das Ende von Anleihenkäufen

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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Novartis investiert 200 Mio. Euro in Tiroler Standorte

Rom/Menlo Park (APA) - Nachdem die US-Internetriesen Google und Amazon wegen vermuteter Steuerhinterziehung ins Visier der italienischen Justiz geraten sind, hat sich Facebook mit Italiens Steuerbehörden auf die Zahlung von 100 Mio. Euro geeinigt, um ein Steuerverfahren abzuschließen. Die Mailänder Justiz hatte dem E-Commerce-Riesen Steuerhinterziehung in Höhe von 300 Mio. Euro vorgeworfen, so italienische Medien.
 

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Facebook einigt sich mit italienischem Fiskus und zahlt 100 Mio. Euro