Warnstreikwelle der IG Metall rollt - Erneut Kundgebung bei Porsche

Stuttgart (APA/dpa) - Mit einer ersten großen Welle von Warnstreiks erhöht die IG Metall im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie den Druck auf die Arbeitgeber. Mehr als 3.000 Beschäftigte des Autobauers Porsche legten nach Angaben der Gewerkschaft am Montag in Stuttgart für rund eine Stunde die Arbeit nieder. Damit wurde Porsche schon zum zweiten Mal Ziel von Warnstreiks.

Unmittelbar nach Mitternacht hatten bereits Mitarbeiter von Firmen im fränkischen Aschaffenburg und im westfälischen Iserlohn die Arbeit für kurze Zeit niedergelegt. Zudem waren weitere Aktionen in Baden-Württemberg sowie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Berlin, Brandenburg, Sachsen, Hessen und Thüringen geplant.

Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Geld und für alle 3,9 Millionen Beschäftigten die Option, ihre Arbeitszeit befristet auf 28 Wochenstunden senken zu können. Schichtarbeiter, Eltern junger Kinder sowie pflegende Familienangehörige sollen einen Teillohnausgleich erhalten, wenn sie ihre Arbeitszeit reduzieren.

Die Arbeitgeber halten diese Forderung für rechtswidrig. Sie haben bisher ein Lohnplus von zwei Prozent im April angeboten, zudem eine Einmalzahlung von 200 Euro für die Monate Jänner bis März. Die dritte Verhandlungsrunde startet am Donnerstag in Baden-Württemberg.

Wiesbaden (APA/dpa) - In Deutschland ist unter den Bundesländern ein Streit um die Strafzahlung des VW-Konzerns in Höhe von einer Milliarde Euro wegen des Abgasskandals entbrannt. Das Land Hessen hat nun die Aufteilung des Milliardenbußgeldes unter den Ländern gefordert. Gezahlt hat Volkswagen die Milliarde an das Land Niedersachsen, das maßgeblich am Konzern beteiligt ist.
 

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Deutsche Bundesländer streiten um VW-Milliarde

Athen (APA/Reuters) - Die Finanzminister der Euro-Länder wollen die Auszahlung von Milliardenmitteln an Griechenland nach dem Auslaufen des dritten Rettungsprogramms im August an Reformauflagen knüpfen. Insgesamt 4,8 Mrd. Euro bis 2022 sollten nur dann gezahlt werden, wenn die Athener Regierung sich an die Bedingungen eines sogenannten Überwachungsprogramms halte, heißt es in einem Dokument der Eurogruppe.
 

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Euro-Länder planen reformabhängige Zahlungen an Griechenland

Berlin/Menlo Park (APA/Reuters) - Facebook will Falschmeldungen auf seiner Plattform weiter erschweren. Die Zusammenarbeit mit unabhängigen Faktenprüfern werde bis Jahresende von derzeit 14 auf weitere Länder ausgedehnt, kündigte das weltgrößte soziale Netzwerk am Donnerstag an. Zudem fänden in nunmehr vier Ländern Tests zur Überprüfung von Fotos und Videos statt.
 

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Facebook will schärfer gegen Falschmeldungen vorgehen