Warnstreiks behindern Flugverkehr in Düsseldorf und Köln/Bonn

Düsseldorf/Köln (APA/dpa) - Warnstreiks des privaten Sicherheitspersonals haben am Donnerstagfrüh den Flugverkehr in Düsseldorf und Köln/Bonn stark behindert. An den Flughäfen bildeten sich lange Schlangen vor den Sicherheitskontrollen.

In Köln/Bonn sollten einem Sprecher zufolge über den Tag hinweg 40 von 190 Flugbewegungen ausfallen, in Düsseldorf 205 von 530. Dadurch habe man "etwas Druck" aus dem Streiktag genommen, sagte der Airport-Sprecher in Düsseldorf.

In der Landeshauptstadt Düsseldorf wurden die Fluggäste aus drei Richtungen in die Schlange zur Sicherheitskontrolle geleitet. Flughafenpersonal verteilte Wasserflaschen und Croissants an die Wartenden. Obwohl zusätzliche Sitzmöglichkeiten geschaffen worden waren, saßen die wartenden Fluggäste zum Teil auf dem Boden.

Eine Frau aus Ratingen, die mit ihrem Mann nach Miami wollte, sagte, der Streik sei "schon ärgerlich", sie könne aber verstehen, wenn für mehr Lohn gestreikt werde. "Als Privatperson, die sehr wenig Lohn bekommt, kann ich den Streik nachvollziehen", sagte auch ein Vater, der mit seinem Sohn verreisen wollte. Viele Fluggäste aus dem Ausland wurden von dem Streik völlig überrascht.

Die Airports rieten den Fluggästen, sich vor der Anreise unbedingt bei ihrer Fluglinie oder dem Reiseveranstalter über den aktuellen Stand ihres Fluges zu informieren. Außerdem wurden die Passagiere gebeten, frühzeitig zum Flughafen zu kommen und das Handgepäck auf ein Minimum zu reduzieren. Der Streik sollte an beiden Flughäfen den ganzen Donnerstag dauern.

Die Gewerkschaft ver.di will in den Tarifverhandlungen für das Wach- und Sicherheitsgewerbe in Nordrhein-Westfalen Lohnerhöhungen zwischen 1,50 Euro und 2,50 Euro pro Stunde durchsetzen. Ver.di-Verhandlungsführerin Andrea Becker nannte den Warnstreik eine "letzte und ernste Mahnung" nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden mit den Arbeitgebern.

Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft, Harald Olschok, warf ver.di vor, Zehntausende Fluggäste erneut in Geiselhaft zu nehmen. Die Gewerkschaft habe den Sinn für das tarifpolitisch Machbare völlig verloren. Die nächste Verhandlungsrunde für NRW findet am 5. Februar in Ratingen statt.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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