Wall-Street-Eröffnung: Dow erholt sich mit plus 0,83%

New York (APA) - Die US-Börsen haben am Freitag kurz nach Handelsbeginn mit Gewinnen notiert. Damit dürfte sich die Wall Street vom gestrigen Kurseinbruch ein wenig erholen. Schon zu Wochenbeginn waren die US-Indizes deutlich eingestürzt. Auch am Ende der vergangenen Woche verzeichneten die US-Indizes deutliche Kursverluste. Laut Experten waren die Kursbeben auf Sorgen um anziehende Zinsen zurückzuführen.

Gegen 15.45 Uhr gewann der Dow Jones Industrial Index 0,83 Prozent auf 24.058,59 Zähler. Der S&P-500 Index stieg um 0,84 Prozent auf 2.602,83 Punkte. Der Nasdaq Composite Index verbesserte sich um 0,87 Prozent auf 6.836,17 Einheiten.

Neben den Kursverlusten der letzten Tage lag erneut das jährliche Ringen um einen "Government Shutdown" in aller Munde. US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am Freitag das unter großen Schwierigkeiten im Kongress verabschiedete Gesetz zum US-Haushalt. Damit hat das Paket, das zuvor jeweils in Nachtsitzungen von Senat und Repräsentantenhaus verabschiedet worden war, Rechtskraft. Ein für wenige Stunden eingetretener Regierungsstillstand wegen Überschreitung einer Frist ist damit hinfällig.

Unter den Einzelwerten rückten zum einen Amazon (plus 1,21 Prozent) in den Fokus. Der US-Internet-Handelsriese will den US-Paketdiensten UPS (minus 2,29 Prozent) und FedEx (minus 0,45 Prozent) laut einem Pressebericht bald mit einem eigenen Lieferservice Konkurrenz machen. Unter dem Namen "Shipping with Amazon" (SWA) wolle Amazon selbst Pakete von anderen Unternehmen abholen und an deren Kunden ausliefern, schrieb das "Wall Street Journal" (WSJ) am Freitag unter Berufung auf eingeweihte Quellen.

Darüber hinaus geht der Übernahmepoker um den US-Chipkonzern Qualcomm (minus 0,06 Prozent) in eine neue Runde. Das Management von Qualcomm wies zwar das auf 121 Mrd. Dollar (99 Mrd. Euro) erhöhte Offert des Konkurrenten Broadcom (plus 1,10 Prozent) zurück. Zugleich gab es sich allerdings gesprächsbereit und schlug ein Treffen mit der Broadcom-Führung vor. Diese wiederum zeigte sich am Freitag dafür offen, bezeichnete ihr Angebot aber als endgültig.

In den Fokus rückten zudem die Aktien von Nvidia. Die Anteilsscheine des Grafikkartenherstellers sprangen um knappe 6 Prozent nach oben, nachdem das Unternehmen starke Viertquartalszahlen vorgelegt hatte. Die Wertpapiere des Konkurrenten AMD verteuerten sich unterdessen um 0,71 Prozent.

Wien/Lissabon (APA) - Noch heuer könnte es auf EU-Ebene eine Grundlage für die Besteuerung digitaler Betriebsstätten - und damit international tätiger Konzerne wie Amazon ohne Sitz in allen Ländern - geben, ist Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) nach seinem Gespräch mit Eurogruppen-Vorsitzenden Mario Centeno zuversichtlich. In dieser Frage sei man auf einer Linie. Die EU-Kommission arbeite an einer Definition.
 

Newsticker

Löger hofft noch heuer auf EU-Bestimmung zu digitaler Betriebsstätte

Cupertino (Kalifornien) (APA/dpa) - Im französischen Rechtsstreit um Demonstrationen in Läden des US-Technologiekonzerns Apple haben sich Globalisierungsgegner des Netzwerkes Attac nach eigener Einschätzung durchgesetzt. Ein Gericht in Paris wies am Freitag das Ansinnen des US-Konzerns ab, Attac-Mitgliedern unter einer Strafandrohung von 150.000 Euro Aktionen in den französischen Geschäften zu verbieten.
 

Newsticker

Kein Hausverbot für Globalisierungsgegner in Apple-Läden

Moskau (APA/dpa) - Der russische Milliardär Oleg Deripaska (50) gibt die Führung beim Aluminiumhersteller Rusal und dessen Mutter En+ ab. Hintergrund ist ein Machtkampf um den wichtigen Konzern Norilsk Nickel. Rusal kündigte am Freitag bei der Vorlage des Jahresberichts 2017 an, das Unternehmen wolle mit der Holding Interros des Oligarchen Wladimir Potanin um die Kontrolle über den Nickelproduzenten streiten.
 

Newsticker

Oligarch Deripaska gibt Führung beim Aluminiumriesen Rusal ab