Währungseffekte und Umbaukosten schmälerten Hugo Boss-Gewinn

Düsseldorf/Metzingen (APA/Reuters) - Währungseffekte und Umbaukosten bremsen den Modekonzern Hugo Boss in diesem Jahr aus. Vorstandschef Mark Langer kündigte am Donnerstag in Metzingen für 2018 zwar währungsbereinigt ein Umsatzplus im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich an.

Beim operativen Gewinn vor Sondereffekten (Ebitda) hält er indes einen Rückgang von zwei Prozent für möglich und im besten Fall einen Anstieg um zwei Prozent. Investitionen vor allem für die Digitalisierung und negative Währungseinflüsse würden die positiven Effekte aus dem erwarteten Umsatzanstieg in etwa ausgleichen, erklärte Langer.

Mit dem Ausblick enttäuschte Boss seine Anleger. Die im MDax gehandelten Titel gaben im frühen Handel um mehr als vier Prozent nach.

Gleichwohl sieht der Manager den Modekonzern auf gutem Weg. "Unsere strategische Neuausrichtung greift. Damit sind wir auf dem richtigen Weg zu nachhaltigem und profitablem Wachstum", betonte Langer. Die neuen BOSS- und HUGO-Kollektionen kämen sehr gut an. Auch das Feedback auf die Präsentationen der Herren- und Damenmode in New York sei sehr positiv gewesen.

2017 steigerte Boss seinen Umsatz um ein Prozent auf 2,733 Mrd. Euro, währungsbereinigt wäre es ein Plus von drei Prozent gewesen. Das Ebitda vor Sondereffekten verharrte mit 491 Mio. Euro auf Vorjahresniveau. Das Konzernergebnis legte indes um 19 Prozent auf 231 Mio. Euro zu. Die Aktionäre sollen daran mit einer um fünf Cent auf 2,65 Euro je Aktie angehobenen Dividende beteiligt werden.

Die Krise in der Bekleidungsindustrie hatte Hugo Boss 2015 erfasst. Vor allem in China und den USA büßte der Modekonzern damals Geschäft ein. Langer verabschiedete sich zum großen Teil vom margenschwachen Großhandelsgeschäft in den USA und führte ein "konsequentes Kostenmanagement" ein. Zudem soll das Onlinegeschäft ausgebaut werden.

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Kundl/Langkampfen/Basel (APA) - Der Novartis-Konzern investiert 200 Mio. Euro in die beiden Produktionsstandorte im Tiroler Schaftenau und in Kundl (beide Bezirk Kufstein). Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Daniel Palmacci, Leiter der Novartis Produktionsbetriebe in Österreich, bezeichnete dies als "ein starkes Bekenntnis" der Zentrale in Basel in die Kompetenz und Qualität der Standorte in Tirol.
 

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