Wachstumsmotor bei Elektrokonzern ABB angesprungen

Zürich (APA/Reuters) - Mit einem anziehenden Auftragseingang hat sich ABB-Chef Ulrich Spiesshofer etwas Luft verschafft. Der Schweizer Elektrotechnikkonzern steigerte die Bestellungen im ersten Quartal 2018 um 6 Prozent auf 9,77 Mrd. Dollar (7,89 Mrd. Euro), wie ABB am Donnerstag mitteilte. Vor allem in China, Indien und den Arabischen Emiraten lief es rund.

Angesichts der seit vier Jahren stagnierenden Umsätze und des schleppenden Aktienkurses steht Spiesshofer unter Druck der Aktionäre, bessere Zahlen zu liefern.

Das operative Ergebnis des Siemens-Konkurrenten kletterte im Startquartal um 12 Prozent auf 1,06 Mrd. Dollar. Der Nettogewinn sank dagegen um 21 Prozent auf 572 Mio. Dollar. Im Vorjahr hatte der Verkauf des Geschäfts mit Hochspannungskabeln den Gewinn aufgebläht. Analysten hatten durchschnittlich mit einem Überschuss von 562 Mio. Dollar und einem Auftragseingang von 9,21 Mrd. Dollar gerechnet.

"ABB ist gestärkt und fokussiert aus dem Übergangsjahr 2017 hervorgegangen", erklärte Spiesshofer. Mit dem weitgehend abgeschlossenen Konzernumbau hat der Konzern einen Vorsprung auf Rivalen wie Siemens oder die amerikanische General Electric. Die beiden Unternehmen kämpfen mit den Folgen der Energiewende, denn die von ihnen produzierten großen Gas- und Dampfturbinen finden immer weniger Abnehmer. ABB hat sich von dem Geschäft dagegen schon vor vielen Jahren getrennt und sich auf die Stromübertragung sowie die Automatisierung von Industrieunternehmen spezialisiert. Das Zürcher Unternehmen profitiert damit von Megatrends wie dem zunehmenden Einsatz von Robotern, Elektromobilität oder der steigenden Nachfrage nach erneuerbaren Energie. Dazu kommt nun Rückenwind von der Konjunktur. Der weltweite Markt habe zu Wachstum zurückgefunden, hieß es in der Mitteilung.

Im Vorjahr hat ABB den oberösterreichischen Steuerungshersteller Bernecker + Rainer Industrie-Elektronik (B&R) übernommen.

Ingolstadt (APA/dpa/AFP) - Im Zuge der Abgasaffäre startet Autobauer Audi ab Mittwoch den ersten von insgesamt acht Rückrufen für Modelle mit V-TDI-Motoren in Deutschland. Das teilte die VW-Tochter am Montag in Ingolstadt mit. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) habe die dafür nötige Freigabe erteilt.
 

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Audi startet Rückruf von Diesel-Autos in Deutschland

Hamburg/Wolfsburg (APA/Reuters) - Volkswagen will beim Umstieg auf die Elektromobilität seine herausgehobene Position in der Autoindustrie behalten. "Wir werden günstiger sein als Tesla und wir haben dann die großen Skaleneffekte", sagte Konzernchef Herbert Diess der Branchenzeitung "Automotive News". Die Plattform sei "bereits für 50 Millionen Elektroautos gebucht, und wir haben Batterien für 50 Millionen Elektroautos beschafft".
 

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Volkswagen-Chef spricht von 50 Millionen Elektroautos

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Wiener Kino-Gruppe Cineplexx expandiert am Balkan