VW will Vorstandsboni um mehr als 30 Prozent kürzen

Der Vorstand von Volkswagen ist nach zähem Ringen offenbar zu einer Kürzung der Bonuszahlungen um mindestens ein Drittel bereit. "30 Prozent sind es auf jeden Fall", sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Darüber seien weitere Ansätze in der Diskussion, um die Bezüge zusätzlich zu verringern.

Denkbar sei auch, dass die Vorstände in das Unternehmen investierten und damit ein Bekenntnis zu VW abgäben. In diesem Zusammenhang käme zum Beispiel infrage, dass Vorstandsmitglieder VW-Aktien kaufen. Volkswagen äußerte sich nicht dazu.

Die Wolfsburger hatten zuvor erstmals offiziell bestätigt, dass sich Vorstand und Aufsichtsrat im Grundsatz auf deutliche Boni-Kürzungen verständigt hätten. Darüber hatte Reuters bereits am Dienstagabend aus Unternehmenskreisen berichtet. Die Kürzungen sollen rückwirkend auch für Aufsichtsratschef Hans Dieter Pötsch gelten, der zuvor Finanzvorstand von Volkswagen war.

Zur Höhe der geplanten Einschnitte machte VW keine Angaben. Eine Kürzung um mindestens ein Drittel dürfte Großaktionär Niedersachsen nicht weit genug gehen. Das Bundesland, das mit 20 Prozent an Volkswagen beteiligt ist, fordert Insidern zufolge einen kompletten Verzicht auf Bonuszahlungen. Die Neuregelungen sollen in den nächsten Tagen festgezurrt und in der Aufsichtsratssitzung am Freitag nächste Woche verabschiedet werden.

Brüssel (APA/Reuters) - Der Defizitstreit zwischen der EU-Kommission und der italienischen Regierung verschärft sich. Die Brüsseler Behörde wird den Budgetentwurf aus Rom für das kommende Jahr ablehnen, wie der "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf den deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger (CDU) berichtete.
 

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EU-Kommission weist Italiens Haushaltsentwurf zurück

Washington/Peking (APA/dpa) - US-Präsident Donald Trump hat ein neues Mittel gefunden, um China im Handelsstreit unter Druck zu setzen. Auf Anraten seines Wirtschaftsberaters Peter Navarro wolle Trump ein 144 Jahre altes Postabkommen aufkündigen, schrieb die "New York Times" am Dienstag unter Berufung auf hochrangige Regierungskreise.
 

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Trump könnte 144 Jahre altes Postabkommen mit China beenden

Wien (APA) - Im Korruptionsprozess gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser, Ex-FPÖ-Generalsekretär Walter Meischberger, dessen früheren Anwalt Gerald Toifl und andere ging es heute am 57. Prozesstag einmal mehr darum, wem welche Konten gehörten. Kein leichtes Unterfangen, wie schon Meischberger beim Auffliegen des "Buwog-Skandals" anmerkte.
 

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Grasser-Prozess - "Wird alles etwas schwierig zu erklären"