VW entlässt verurteilten US-Manager fristlos

Wolfsburg (APA/Reuters) - Der in den USA inhaftierte VW-Manager Oliver S. ist nach einem Zeitungsbericht fristlos aus seinem Arbeitsverhältnis entlassen worden. Der Konzern habe dem im Zuge des Dieselskandals zu einer Gefängnisstrafe verurteilten S. die Kündigung direkt in seine US-Gefängniszelle zugestellt, berichtete "Bild am Sonntag" am Donnerstag im Voraus unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Ob VW juristisch zu dem Schritt gezwungen war, habe der Konzern nicht kommentieren wollen. "Grundsätzlich gilt: bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen von Beschäftigten, zumal im Falle strafgerichtlicher Verurteilungen, müssen zwingend auch arbeitsrechtliche Maßnahmen geprüft werden", zitierte das Blatt einen VW-Sprecher. Es sei zu erwarten, dass die Verteidiger des Managers demnächst Kündigungsschutzklage in Deutschland einreichen werden, berichtete das Blatt weiter.

Ein Bezirksgericht in Detroit hatte S. zuvor wegen seiner Beteiligung an dem Volkswagen-Abgasbetrug zu sieben Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 400.000 Dollar (337.695,23 Euro) verurteilt. Dabei hatte der Richter das nach dem späten Geständnis des Angeklagten maximal mögliche Strafmaß ausgeschöpft.

Der Dieselskandal war vor gut zwei Jahren in den USA aufgeflogen. VW gab daraufhin zu, Abgaswerte mit einer illegalen Abschalteinrichtung manipuliert zu haben. Volkswagen bekannte sich nach langen Verhandlungen schuldig und akzeptierte eine milliardenschwere Wiedergutmachung an Kunden und Behörden sowie eine Strafzahlung. Insgesamt kostet der Betrug den Wolfsburger Konzern bisher mehr als 25 Mrd. Euro.

München (APA/Reuters) - Siemens kauft das US-Technologieunternehmen Austemper Design Systems, einen jungen Softwareanbieter für Sicherheitsanwendungen. Mit der Übernahme könne Siemens sein Angebot an Kunden ergänzen, die sich mit autonomem Fahren sowie der Digitalisierung von Produktionsbetrieben und Infrastruktur beschäftigen, teilte das Unternehmen mit. Die Details der Übernahme würden nicht bekannt gegeben.
 

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Siemens kauft US-Technologie-Start-up

Washington (APA/AFP/Reuters) - "Baut sie hier!": US-Präsident Donald Trump hat im Handelsstreit mit der EU erneut mit Strafzöllen auf europäische Auto-Importe gedroht. Wenn die Europäische Union nicht "bald" ihre langjährigen Zölle und Barrieren für US-Produkte "niederbricht und beseitigt", würden die USA einen 20-prozentigen Tarif auf alle aus der EU eingeführten Autos verhängen, schrieb Trump am Freitag auf Twitter.
 

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Trump droht wieder mit Zöllen auf EU-Autos: "Baut sie hier!"

Brüssel (APA/dpa/Reuters) - Mit Zöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Jeans, Motorräder und Erdnussbutter hat die EU im Handelsstreit mit den USA zurückgeschlagen. Die Vergeltungszölle sind in der Nacht zum Freitag in Kraft getreten. Auf europäische Verbraucher dürften bei einigen Produkten Preiserhöhungen zukommen.
 

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Zölle auf US-Produkte in Kraft: Einige Produkte dürften teurer werden